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Am 22. März fand eine nahezu rein italienische Orbitalmission statt. Dabei brachte eine  Trägerrakete des Typs Vega, die weitgehend unter italienischer Leitung entwickelt und gebaut wird, den italienischen Satelliten PRISMA auf eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. PRISMA ist ein Erdbeobachtungssatellit der italienischen Raumfahrtagentur ASI (Agenzia Spaziale Italiana) der von OHB Italia, dem italienischen Ableger der deutschen OHB System AG in Tortona (zwischen Genua und Mailand) konstruiert und gebaut wurde. Die Mission fand unter der Leitung der Arianespace statt, für die PRISMA das insgesamt 600. Raumfahrzeug war.

Weiterlesen: Vega transportiert PRISMA in den Orbit

Eine Trägerrakete des Typs Delta 4 der United Launch Alliance (ULA) brachte am 17. März den insgesamt 10. Wideband Global SATCOM (kurz: WGS 10) der US-Luftwaffe auf eine geostationäre Transferbahn. Für diese Satelliten-Typenreihe (Bezeichnung: WGS Block II-Follow-on) war es ursprünglich der letzte Start. Doch nun sieht es so aus, als würde die US-Luftwaffe, der Kunde des Raumfahrzeugs, noch zwei weitere Einheiten kaufen. Für die eingesetzte Trägerrakete, die Delta 4-Medium, war es der vorletzte Einsatz. Die WGS-Raumfahrzeuge sind Gefechtsfeld-Satelliten. Sie dienen der Funk- und Videoverbindung mit den Kampfeinheiten und sie übertragen Daten an und von Marschflugkörper und Drohnen direkt in die Kommandozentralen.

Weiterlesen: Delta 4 startete Kommunikationssatelliten für die US-Luftwaffe

Fünf Monate nachdem Alexei Owtschinin und Nick Hague beim Start von Sojus MS-10 einen haarsträubenden Notfall nur dank des perfekt funktionierenden Rettungssystems ihres Raumschiffs überlebten, gelangten die beiden nun sicher in den Orbit. Bei ihrem zweiten Startversuch, dieses Mal mit Sojus MS-12, wurden sie von der US-Astronautin Christina Koch begleitet. Der Start verlief völlig problemlos, und nur sechs Stunden später legte das Raumschiff am Rassvet-Modul der ISS an.

Weiterlesen: Im zweiten Anlauf die Raumstation erreicht

Nach dem Ende der traditionellen langen Urlaubspause um das chinesische Neujahrsfest herum werden jetzt die chinesischen Orbitalstarts wieder aufgenommen. Dies geschah mit dem Start von Chinasat-6C von der Startrampe 3 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang. Die Mission stellte gleichzeitig ein Jubiläum dar, denn es war der 300. Start einer Rakete der Langer Marsch-Familie. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B eingesetzt.

Weiterlesen: China beendet Neujahrsfest mit Chinasat-6C

Wenn die weitere Mission so glatt verläuft wie der Start, dann sind die Tage gezählt, in denen die USA nicht in der Lage waren, von eigenem Boden aus mit eigenen Raumschiffen den Weltraum zu erreichen. Dann sind auch die Zeiten der Abhängigkeit von Russland vorbei. Am 2. März begann der Jungfernflug des ersten der beiden Raumschifftypen des US-Commercial Crew Development Programms, des SpaceX Crew Dragon, auch Dragon 2 genannt. Der Start zu diesem als SpX-DM1 (SpaceX Demo Mission 1) bezeichneten sechstägigen Testflug verlief perfekt. Auch das Andockmanöver an die ISS, nur einen Tag später, verlief völlig problemlos.

Weiterlesen: Der Crew-Dragon hat Flügel

Am 22. Februar war SpaceX wieder einmal an einer Raumfahrterstleistung mit großer Zukunftswirkung und erheblicher öffentlicher Anteilnahme beteiligt. An diesem Tag brachte eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 Block 5 nicht nur einen indonesischen Kommunikationssatelliten und eine experimentelle Nutzlast der US-Luftwaffe auf eine supersynchrone Transferbahn für einen geostationären Orbit, sondern transportierte bei derselben Mission auch den ersten privaten Mondlander weltweit ins All. Alle drei Raumfahrzeuge wurden auf derselben Transferbahn abgeliefert. Für zwei davon ist es der Absprungpunkt für einen geostationären Orbit, für das Dritte, den israelischen Mondlander Beresheet, ist es der Startpunkt für die Weiterreise zum Mond.

Weiterlesen: Falcon 9 bringt Beresheet auf den Weg zum Mond

Russlands erster Satellitenstart des Jahres 2019 erfolgte am 21. Februar. Als Träger wurde eine Sojus 2-1b "Fregat" eingesetzt. Der Start erfolgte vom Kosmodrom in Baikonur aus. Nutzlast war der von Reshetnew für Ägypten gebaute Erdbeobachtungssatellit EgyptSat-A. Es war, wie leider so oft in der russischen Raumfahrt, eine knappe Sache. Eine Weile war es unklar, ob das Raumfahrzeug im korrekten sonnensynchronen Orbit abgeliefert wurde, nachdem es zu einer deutlichen Minderleistung der dritten Stufe des Trägers gekommen war. Letztendlich erreichte das Raumfahrzeug aber dank der Reserven der Fregat-M Oberstufe die vorgesehene Umlaufbahn.

Weiterlesen: Knapper Erfolg für Russland und EgyptSat-A

Am 5. Februar eröffnete auch Europa das Raumfahrtjahr 2019. Eine Ariane 5 ECA brachte an diesem Tag vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou aus die beiden Kommunikationssatelliten Hellas Sat 4/SaudiGeoSat-1 und GSAT-31 in eine geostationäre Transferbahn. Die Mission läuft auch unter der Bezeichnung VA 247 (für: vol Ariane Nr. 247). Es war der 103. Einsatz einer Ariane 5.

Weiterlesen: Ariane 5 bringt Hellas Sat 4 und GSAT-31 in den Orbit

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