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Arianespace eröffnete am 16. Januar das europäische Raumfahrtjahr mit dem Start einer Ariane 5 von der Anlage 3 des europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch Guyana. Die Nutzlast der Mission VA 251 (entsprechend der Arianespace-Chronologie) - bestand aus den Kommunikationssatelliten KONNECT für Eutelsat und GSAT-30 für die indische Weltraumagentur. Es war die 107. Mission einer Ariane 5 und der 74. Einsatz in der ECA-Version.

Weiterlesen: Ariane 5 eröffnet Europas Raumfahrtjahr

Am 16. Januar führte China bereits den dritten Orbitalstart des laufenden Jahres durch. Dabei brachte Expace, das Unternehmen das die Kuaizhou-1A Trägerrakete vermarktet, das Demonstrationsmodell eines neuen Kommunikationssatelliten für eine 5G-Konstellation in den Orbit. Das Raumfahrzeug trägt den Namen Yinhe-1 oder auch GS-SparkSat-03. Der Start erfolgte vom Raumfahrtzentrum in Jiuquan aus.

Weiterlesen: Yinhe-1 testet 5G-Kommunikation

China startete am 15. Januar eine neue Einheit der Jilin Erdbeobachtungssatelliten-Konstellation. Das Raumfahrzeug trägt den Namen Kuanfu-1. Startort war das Raumfahrtzentrum Taiyuan. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2D eingesetzt. Mit an Bord waren außerdem zwei Erdbeobachtungssatelliten der ÑuSat-Reihe, die Bestandteil der argentinischen Aleph-1 Konstellation sind, sowie der chinesische Mikro-Kommunikationssatellit Tianqi.

Weiterlesen: Jilin-Konstellation mit Kuanfu-1 erweitert

Nach dem erfolgreichen Start einer Langer Marsch 5 am 27. Dezember mit dem experimentellen Kommunikationssatelliten Shijian-20 brachte China gleich bei seinem nächsten darauf folgenden Start am 7. Januar 2020 einen – wie zumindest offiziell verlautbart wurde – weiteren experimentellen Kommunikationssatelliten in den Orbit. Die Bezeichnung dieser Einheit lautete Tongxin Jishu Shiyan Weixing Nr. 5 oder einfach TJSW-5.

Weiterlesen: Geheimnis um TJSW-5

Den ersten Orbitalstart des Jahres 2020 führte ein Falcon 9 von SpaceX durch. Der Träger lieferte weitere 60 Starlink-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Für diese Mission wurde das „Core“ 1049 verwendet, eine Falcon-Erstufe, die bereits ihren vierten Einsatz erlebte.  Core 1049 war zuletzt für die Starlink-1 Mission im Mai 2019 im Einsatz gewesen.

Weiterlesen: Space X eröffnet Raumfahrtjahr 2020 mit Starlink-3

Beim insgesamt 101. und letzten orbitalen Raumfahrtflug des Jahres 2020 (es gibt unterschiedliche Zählweisen, aber ich berücksichtige nur das, was die Startrampe auch verlassen hat) war Chinas neuer Schwerlastträger, die Langer Marsch 5, bei ihrer dritten Mission zum ersten Mal vollständig erfolgreich. Damit ist der Weg frei für eine ganze Reihe von Missionen, die zum Teil schon seit Jahren in der Warteschleife sind. So steht praktisch die komplette chinesische Raumstation noch auf dem Boden  und wartet auf ihren Transport in den Orbit, eine unbemannte Marsmission soll noch im ersten Halbjahr 2020 gestartet werden und auch die Probenrückführsonde Chang’e 5 zum Mond ist eingelagert und könnte im Prinzip schon seit mehr als einem Jahr ihre Reise zum Mond angetreten haben. Insgesamt sollen 2020 mindestens drei wichtige Missionen mit der Langer Marsch 5 durchgeführt werden.

Weiterlesen: Langer Marsch 5: Beim dritten Anlauf vollständig erfolgreich

Russland brachte am 24. Dezember einen neuen geostationären Wettersatelliten der Elektro-L Reihe in den Orbit. Der Start erfolgte um 13:03 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 18:03 Uhr Ortszeit) am Kosmodrom in Baikonur. Als Trägerrakete wurde eine Proton M Block DM-03 eingesetzt. Es war der fünfte Flug einer Proton M im laufenden Jahr.

Weiterlesen: Neuer geostationärer Wettersatellit für Russland im All

Der orbitale Testflug des  Boeing Starliners, von der NASA als OFT (Orbital Flight Test) bezeichnet, endete nicht mit den gewünschten Resultaten. Die Trägerrakete der United Launch Alliance verrichtete ihren Job zwar perfekt und setzte das Raumfahrzeug exakt auf der vorgesehenen Bahn ab. Der Starliner selbst aber erreichte wegen eines Softwarefehlers und dadurch versursachter inkorrekter Brennmanöver nicht die Internationale Raumstation. Der Starliner ist eines der beiden neuen US-Systeme für die Besatzungstransfers zur Internationalen Raumstation. Das andere bemannte Raumfahrzeug ist der Crew Dragon von SpaceX. Der hat seinen unbemannten Testflug bereits Anfang des Jahres erfolgreich absolviert.

Weiterlesen: Starliner schafft es nicht zur ISS

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