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Nach der langjährigen europäischen „Startflaute“ kommt langsam wieder eine leichte Brise auf. Am 1. Dezember startete eine feststoffbetriebene Vega-C-Trägerrakete im Auftrag der koreanischen Raumfahrtagentur mit dem Erdbeobachtungssatelliten KOMPSAT-7 (für: (KOrea Multi-Purpose SATellite-7) in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war das europäische Raumfahrtzentrum Kourou im südamerikanischen Französisch- Guyana. In der Arianespace-Terminologie wurde der Flug als VV-28 bezeichnet (Vol Vega Nr. 28).

Weiterlesen: Europas Startfrequenz steigt wieder

China brachte am 30. November erneut einen Satelliten der Shijian-Reihe auf eine geostationäre Transferbahn. Bei dieser Serie handelt es sich um meist militärisch geprägte komplexe Einheiten unterschiedlichster Aufgabenstellung über die kaum Informationen verbreitet werden. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 7A verwendet. Startort war die Anlage 201 im institutionellen Bereich des Raumfahrtzentrums Wenchang am Gelben Meer.

Weiterlesen: Shijian-28 mit unklarem Auftrag

Bei der 15. Transporter-Mission brachte SpaceX mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 insgesamt 140 Satelliten in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Der Einsatz begann an der Space Force Basis Vandenberg in Kalifornien. Die Bandwagon- und Transporter-Missionen sind für die Hersteller und Betreiber von Kleinsatelliten von großer Bedeutung. Ein Einzelstart einer SpaceX Falcon 9 kostet rund 70 Millionen US-Dollar. Bei diesen Mitflugmissionen können Unternehmen jedoch bis zu 50 Kilogramm Nutzlast für nur 325.000 US-Dollar in den Orbit befördern lassen.

Weiterlesen: Transporter 15 bringt 140 Satelliten ins All

Am 27. November brachte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos das bemannte Raumschiff Sojus MS-28 in einen Übergangsorbit für den Transfer zur Internationalen Raumstation.  Als Trägerfahrzeug wurde eine Rakete des Typs Sojus 2.1a eingesetzt. Der Start erfolgte, wie stets in den letzten Jahren, vom Komplex 31/6 des Kosmodroms in Baikonur aus. Dabei wurde die Startanlage erheblich beschädigt, weil eine Serviceplattform im Startschacht nicht ordnungsgemäß gesichert war.

Weiterlesen: Start mit Folgeschäden

Eine südkoreanische Trägerrakete des Typs KSLV-II, besser bekannt unter dem Spitznamen „Nuri“, führte am 26. November eine tadellose Mission durch. Der Einsatz begann an der Startanlage 2 des Naro Space Center im Süden des Landes. Insgesamt befanden sich neben der Hauptnutzlast, dem Erdbeobachtungssatelliten CAS-500-3, noch zwölf Cubesats an Bord, die allesamt aus Südkorea stammen. Es war der vierte Einsatz einer Nuri-Trägerrakete.

Weiterlesen: Südkoreas Nuri fliegt fehlerlos

Die russischen Streitkräfte brachten am 25. November mit einer Trägerrakete des Typs Angara 1.2 drei Relay-Satelliten der Strela-3M-Serie in eine niedrige Erdumlaufbahn. Es sind dies die Flugeinheiten 22, 23 und 24 dieser neuesten Strela-Baureihe. Nach dem erfolgreichen Start erhielten sie die militärischen Kennnummern Kosmos 2597, 2598 und 2599. Die Mission begann am nordrussischen Kosmodrom von Plessezk. Die Strela-3M-Satelliten werden häufig auch als Rodnik bezeichnet, die zivile Variante läuft unter dem Begriff Gonets.

Weiterlesen: Angara 1.2 bringt drei Strelas in den Orbit

Beim ersten Rettungseinsatz in der Geschichte der bemannten chinesischen Raumfahrt wurde am 25. November das unbemannte Raumschiff Shenzhou  22 zur Tiangong-Raumstation entsandt, um der frisch in der Station eingetroffenen Crew von Shenzhou 21 im Sommer 2026 eine sichere Rückkehr zur Erde zu ermöglichen. Ihr eigenes Raumschiff, also Shenzhou 21 war von der Crew von Shenzhou 20 für die Rückkehr zur Erde verwendet worden, da deren Fluggerät  durch den Einschlag eines Stücks Weltraummülls an einem der Fenster beschädigt worden war. Die chinesischen Programmmanager betrachteten daher eine Rückkehr mit Shenzhou 20 als zu riskant.

Weiterlesen: Shenzhou 22 im Notfalleinsatz

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