Am 20. September brachte China mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 7 das Nachschub-Raumschiff Tianzhou 3 auf eine Rendezvousbahn zur chinesischen Raumstation. Der Start erfolgte um 9:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom neuen chinesischen Raumflughafen in Wenchang aus. Die Mission begann nur einen Tag nach der Rückkehr der Crew von Shenzhou 12 von der Station.

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Am 19. September kehrten die ersten „Privatastronauten“ in der Geschichte der Raumfahrt nach 71 Stunden im Orbit wieder sicher zur Erde zurück. Es war der erste orbitale Raumflug in der Geschichte der Raumfahrt, den eine Crew aus eigener Tasche privat finanziert hatte. Es war auch die erste bemannte Orbitalmission der USA, in der nicht die NASA involviert war. Im Vorfeld hatte es von vielen Seiten eine Menge Bedenken und Kritik über diesen Flug gegeben, aber die vier „Rookies“ haben diesen Einsatz überaus kompetent abgewickelt.

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SpaceX brachte am 16. September das erste ausschließlich mit „Privatastronauten“ besetzte Raumschiff in den Erdorbit. Die Mission trug die Bezeichnung „Inspiration4“. Eingesetzt wurde der Crew Dragon Resiliance. Es war der insgesamt vierte bemannte Flug eines SpaceX-Crew Dragon. Die Mission ist Teil eines groß angelegten Fundraising-Projektes für das St. Jude Kinderkrankenhaus, eine Forschungsklinik die sich neben der reinen Krebsbehandlung führend auf dem Gebiet der Erforschung juveniler Krebsarten ist. Das St. Jude-Krankenhaus wird ausschließlich mit privaten Fördermitteln betrieben, behandelt seine Patienten kostenlos und ist somit auf einen permanenten Zustrom von Fördermitteln angewiesen.

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Am 17. September kehrte die Crew von Shenzhou 12 nach mehr als drei Monaten im Orbit sicher zur Erde zurück. Die Landestelle lag nur 77 Kilometer nördlich der Startanlagen des Weltraumbahnhofs Jiuquan entfernt. Dort hatte die Reise des chinesischen Raumschiffs am 17. Juni begonnen. Den Hinweisen der chinesischen Offiziellen nach scheint es eine Punktlandung gewesen zu sein, mit einer Abweichung vom geplanten Zielpunkt von nur 630 Metern.

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Eine SpaceX Falcon 9 brachte am 14. September von der US-Space Force Basis Vandenberg die ersten 51 Satelliten der Phase 2 des Starlink-Programmes in den Orbit. Die Mission trug die Bezeichnung Starlink 2-1. SpaceX hatte zuvor im Rahmen von insgesamt 30 Missionen 1.740 Satelliten (einschließlich der Testsatelliten) fast ausschließlich von Cape Canaveral aus auf eine Umlaufbahn mit einer Inklination von 53 Grad gebracht. Diese Satelliten werden von SpaceX als die „erste Schale“ (first shell) bezeichnet.

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