Einen Zeitraum von mehr als zehn Tagen, an dem weltweit kein einziger Orbitalstart durchgeführt wurde, hat es schon lange nicht mehr gegeben. Diese Unterbrechung in der Starttätigkeit löste jetzt, wer sonst, SpaceX auf. Die vorausgegangene Orbitmission, ebenfalls durchgeführt von SpaceX, war am 8. Juni erfolgt. Am 19. Juni startete nun wiederum SpaceX die 20 Einheiten umfassende Starlink-Gruppe 9-1 von der Space Force Basis Vandenberg aus. An Bord waren neben sieben Einheiten der Standard V2-Mini-Kateogorie auch 13 Stück der neuen Starlinks „Direct-to-cell“-Satelliten.


Das chinesische Unternehmen Galactic Energy brachte am 6. Juni zum dritten Mal innerhalb von zehn Tagen eine Trägerrakete des Typs Ceres 1 in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Startort war erneut die Anlage 95S im nordchinesischen Raumfahrtzentrum Jiuquan. Wieder einmal bekam diese Mission – nach westlichem Vorbild – einen Slogan. Der lautete dieses Mal „Love on Top“. Abgesetzt wurden drei Erdbeobachtungssatelliten und eine Nutzlastplattform.
Auch der zweite Start für die PREFIRE-Mission der NASA, mit dem Satelliten PREFIRE 2, verlief erfolgreich. Nach dem ersten Einsatz mit dem Slogan „Ready, aim, PREFIRE“ am 25. Mai brachte Rocket Lab am 5. Juni auch die als „PREFIRE & Ice“ bezeichnete zweite Mission sicher auf den Weg in einen sonnensynchronen, polaren Orbit. Startort war erneut der private kleine Raumflughafen von Rocket Lab auf der Halbinsel Mahia in Neuseeland. Das Akronym PREFIRE steht für Polar Radiant Energy in the Far-InfraRed Experiment.


