Erster Einsatzflug der Ariane 6 erfolgreich
Der erste Einsatzflug, und die zweite Mission überhaupt, der neuen europäischen Großträgerrakete Ariane 6 verlief am 6. März erfolgreich. In der Version Ariane 62, ausgestattet mit zwei Feststoffboostern, brachte sie den französischen Militäraufklärer CSO-3 (für: Composante Spatiale Optique) in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Die Mission begann am Startkomplex 4 (ELA-4) des Guyana Space Center in Kourou. Der Erstflug der Ariane 6 – eine Testmission – war im Juli letzten Jahres erfolgt. Der aktuelle Einsatz trägt die Bezeichnung VA 263 für „Vol Ariane 263“.

Die russischen Streitkräfte brachten am 2. März einen neuen Navigationssatelliten der Glonass-Serie in eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug trägt die Bezeichnung Glonass-K2 14L und wurde vom nordrussischen Kosmodrom Plessezk aus gestartet. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Sojus 2.1b mit einer Fregat M-Oberstufe verwendet. Nach dem erfolgreichen Start bekam der Satellit zusätzlich die militärische Zählnummer Kosmos 2584.
Ein Startversager dessen Hergang auch eine Woche nach dem Ereignis nicht geklärt ist, ereignete sich am 1. März in Jiuquan, als eine feststoffbetriebene Kleinträgerrakete des Typs Kuaizhou 1A entweder unmittelbar vor dem Start, im Moment der Triebwerkszündung, oder nur wenige Sekunden danach explodierte oder zumindest schwer beschädigt wurde. Es gibt zu dem Vorfall weder offizielle Stellungnahmen, noch gibt es Bilder davon. Die Hinweise, dass das Ereignis stattgefunden hat stammen allesamt aus indirekten Quellen.
Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos brachte am 27. Februar ein unbemanntes Nachschubraumschiff auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Das Vehikel mit der Bezeichnung Progress MS-30 startete vom russischen – aber in Kasachstan gelegenen – Weltraumbahnhof Baikonur aus in den Orbit. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Sojus 2.1a verwendet.


Am 23. Februar brachte SpaceX mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 die 22 Einheiten starke Starlink-Gruppe 15-1 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Startort war die Anlage 4E der Vandenberg Space Force Base. Mit dieser Mission wurde die Zahl von 8000 gestarteten Starlink-Satelliten überschritten. 7078 davon befinden sich noch im Orbit. Die Starlink-Gruppe 15 scheint die Satelliten der Gruppe 2 zu ersetzen, die ab September 2021 bis Mai 2023 gestartet wurden. 12 Einheiten aus der 408 Einheiten starken Gruppe von Satelliten der Starlink-Serie V1.5 befinden sich nicht mehr im Orbit.