Eine Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b „Fregat“ brachte am 22. September einen Navigationssatelliten der Glonass-M Reihe in einen halbsynchronen Erdorbit. Der Start erfolgte um 2:02 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom nordrussischen Raumflughafen Plesetzk aus. Bei dem Raumfahrzeug handelt es sich um die Serieneinheit Glonass-M Nr. 52S. Es war dies der erste Glonass-Start seit dem Start von Glonass-M Nr. 53 am 29. Mai letzten Jahres. Nach dem erfolgreichen Start bekam das Raumfahrzeug die Bezeichnung Kosmos 2521.

Glonass-Satelliten werden entweder einzeln mit Sojus-Raketen oder in Dreier-Gruppen mit Proton-Trägern gestartet. Glonass-M Nr. 52S ist der 46. Glonass-M Satellit und das 135. Glonass-Raumfahrzeug insgesamt. Die Glonass-M Einheiten wiegen jeweils 1.415 Kilogramm. Sie werden auf kreisförmigen Bahnen in 19.100 Kilometern Höhe auf einer Inklination von 64,8 Grad zum Äquator eingesetzt. Im aktuellen Fall wurde der Satellit von der Fregat-Oberstufe gut dreieinhalb Stunden nach dem Verlassen der Startrampe in einem Orbit von 19.130 x 19.160 Kilometern und einer Bahnneigung von 64,82 Grad abgeliefert, also sehr präzise bei den Solldaten.

Zum Zeitpunkt des Starts verfügte Russland über 23 operationelle Einheiten, die in drei Bahnebenen stationiert werden. 24 Satelliten sind für eine vollständige Konstellation notwendig. Der Slot 14 in der zweiten Bahnebene ist momentan vakant und es sieht danach aus, als würde die neue Einheit dorthin gelenkt. Momentan befindet sich dort ein Satellit, der zwar noch auf seiner Position ist, sich aber nicht mehr in Betrieb befindet. In der Konstellation gibt es auch einige experimentelle Satelliten wie etwa Kosmos 2501 und die ersten beiden Raumfahrzeuge der Glonass K-1 Reihe.

Bild: Die Sojus 2.1b wird in Plesetzk zur Startanlage gebracht. Credit: VKS