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Nur eine gute Stunde nach dem Start einer Sojus 2.1v von Plesetzk aus, erfolgte am 23. Juni der dritte Orbitalmission des Tages. Dieses Mal startete eine „Flight Proven“ Falcon 9 mit dem bulgarischen Kommunikationssatelliten BulgariaSat-1. Die erste Stufe des bei dieser Mission verwendeten Trägers hatte bereits im Januar eine Mission absolviert, damals um von der Westküste aus 10 Iridium-Kommunikationssatelliten in den Orbit zu transportieren. Es war das zweite Mal, dass SpaceX die erste Stufe einer Falcon 9 wiederverwendet, und es war die 36. Mission einer Falcon 9 überhaupt.

Weiterlesen: „Flight Proven“ Falcon startet BulgariaSat-1

Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1v/Wolga brachte am 23. Juni eine nicht spezifizierte militärische Nutzlast auf eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. Die russischen Streitkräfte, die den Start durchführten, bezeichneten die Nutzlast als Kosmos 2519. Die Mission begann um 20:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 43/4 des nordrussischen Weltraumbahnhofs Plesetzk. Es ist dies dorft die einzige verbliebene aktive Startanlage für die Sojus und ihre Varianten. In den Jahren der Sowjetunion waren in Plesetzk vier derartige Anlagen in Betrieb.

Weiterlesen: Sojus 2.1v transportiert geheime Nutzlast ins All

Am 23. Juni hat die indische PSLV-Trägerrakete ihre Reputation als Spezialträger für Kleinsatelliten erneut bestätigt. Bei der Mission wurden neben der Hauptnutzlast, dem indischen Carosat-2E Erdbeobachtungssatelliten, noch 30 Nanosatelliten und Cubesats aus insgesamt 14 Ländern in den Orbit transportiert. Es war der insgesamt 40. Einsatz einer PSLV-Trägerrakete und der 17. Flug in der XL-Konfiguration mit sechs Feststoffboostern zur Startunterstützung.

Weiterlesen: PSLV bringt 31 Satelliten in den Orbit

Nur drei Tage nach dem erfolgreichen Transport des Huiyan-Röntgenteleskops in den Orbit startete China den Kommunikationssatelliten Chinasat 9A, der auf einer geostationären Transferbahn abgesetzt werden sollte. Dies gelang aber nur teilweise. Während der zweiten Brennphase der dritten Stufe der Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 3B/G2 kam es zu einer Anomalie in der Flugsteuerung, wodurch das Raumfahrzeug am Ende auf einer wesentlich zu niedrigen Bahn strandete. Möglicherweise kann der Satellit dieses Defizit ausgleichen, und sich selbst auf die vorgesehene Bahn bringen. Dies wird aber sehr zu Lasten seiner Einsatzlebensdauer gehen, da die für Orbitmanöver vorgesehenen Treibstoffvorräte zu einem erheblichen Teil in die "Rettungsbemühungen" mit einbezogen werden müssen. Derzeitige Schätzungen laufen darauf hinaus, dass der Satellit dann nur etwa 5 Jahre statt der vorgesehenen 15 Jahre Dienst tun kann.

Weiterlesen: Chinasat 9A in falschem Orbit abgeliefert

China arbeitet normalerweise seine Planziele im Weltraum nahe an den ursprünglich veranschlagten Zeitplänen ab. Diese Regel gilt aber nicht für das Röntgenteleskop HXMT (für: Hard X-ray Modulation Telescope), den dieser Forschungssatellit hätte nach den ursprünglichen Plänen bereits im Jahre 2010 zu seinem Einsatz starten sollen. Erst am 15. Juni 2017 war es nun tatsächlich so weit. An Bord einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B trat das 2.700 Kilogramm schwere Teleskop vom norchinesischen Startplatz Jiuquan aus seine Reise in den Orbit an.

Weiterlesen: China startet Huiyan-Röntgenteleskop

Mit einem fehlerlosen Start begab sich das unbemannte russische Versorgungsraumschiff Progress MS-06 am 14. Juni auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Die Mission begann um 11:20 Uhr mitteleuropäischer Zeit (15:20 Uhr kasachischer Ortszeit) an der Startanlage 31/6 auf dem Kosmodrom in Baikonur. Die Progress wurde knapp neun Minuten nach dem Verlassen der Startrampe auf einem Übergangsorbit mit einem Perigäum von 193 Kilometern, einem Apogäum von 241 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 51,67 Grad abgesetzt. Das Anlegemanöver am Zwesda-Modul der ISS soll während der 36. Erdumkreisung am Freitag erfolgen.

Weiterlesen: Progress MS-06 auf dem Weg zur ISS

Das ist dieser Tage ein seltenes Ereignis. Eine Sojus-Kapsel kommt von der Internationalen Raumstation zurück und bringt nur zwei Besatzungsmitglieder auf die Erde zurück. Sojus MS-03 legte am 02. Juni um 12:47 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der ISS ab und landete um 16:10 Uhr in der kasachischen Steppe. Am Landegebiet setzte da schon die Abenddämmerung ein.

Weiterlesen: Rückkehr zu zweit in Sojus MS-03

Nach eine Pause von fast genau einem Jahr (tatsächlich ist es nur ein Tag weniger) wegen schwerer Qualitätsmängel in der Fertigung der Triebwerke, nahm die russische Proton-Trägerrakete am 8. Juni wieder ihren aktiven Dienst auf. Die Mission begann an der Startrampe 24 des Kosmodroms in Baikonur. Es war der 412. Start einer Proton-Rakete - gerechnet über alle Varianten - seit dem Erstflug dieses Trägers im Jahre 1965.

Weiterlesen: Proton nach langer Pause wieder im Dienst

Der erste Orbitalstart von Indiens neuer Trägerrakete, der GSLV Mark III, war ein voller Erfolg. Der Mission begann - exakt zum vorgesehenen Zeitpunkt - am 5. Juni von der zweiten Startrampe des Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Bei der Mission wurde der Kommunikations-, Technologie- und Wissenschaftssatellit GSAT-19 in eine geostationäre Transferbahn transportiert.

Weiterlesen: Erfolg für Indien mit der GSLV Mark III

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