In den frühen Morgenstunden des 25. Juni kehrte das russische Raumschiff Sojus MS-11 nach einer Einsatzdauer von 204 Tagen wieder zur Erde zurück.  Die Landung in der Steppe von Kasachstan erfolgte um 4:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit. An Bord der Landekapsel befanden sich der Sojus-Kommandant Oleg Kononenko, die NASA-Astronautin Anne McClain und der kanadische Astronaut David Saint-Jacques von der Canadian Space Agency. Das Ende der Mission hatte bereits am 23. Juni mit der Übergabe des Kommandos an Bord der ISS begonnen. Neuer Kommandant der Raumstation ist nun der Roskosmos-Kosmonaut Alexei Owtschinin.

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China tat am 24. Juni einen weiteren Schritt zur Vervollständigung seines Beidou-Navigationssatellitensystems. Der Start des neuen Raumfahrzeugs mit der Bezeichnung Beidou-3I2 (auch als Beidou 45 bezeichnet) erfolgte von der Startanlage 3 des Weltraumbahnhofs Xichang in Zentralchina. Als Trägerrakete wurde eine Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt. Beidou-3I2 ist Teil des geostationären Elementes der Phase 3 des Systems und wird auf einer inklinierten Bahn eingesetzt. Insgesamt soll es drei Raumfahrzeuge auf inklinierten Bahnen geben. Beidou-3I2 ist die zweite Einheit dieser Art.

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SpaceX hat die für die nächsten sechs bis neun Monate voraussichtlich letzte Mission von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus unternommen. Booster 1051 startete im berüchtigten Westküstennebel bei seinem zweiten Einsatz mit der wahrscheinlich teuersten Nutzlast, die je eine Falcon 9-Rakete in den Orbit gebracht hatte. Der komplette mehr als einstündige Start und die Landung der ersten Stufe in der nur 400 Meter von der Startposition entfernten Landing Zone 4 verliefen perfekt. Booster 1051 war im März für den Start des ersten – noch unbemannten – Crew Dragon eingesetzt worden. Die Mission war der 72. Flug einer Falcon 9. 71 dieser Flüge verliefen erfolgreich.

Weiterlesen: SpaceX startet drei Radarsats von Vandenberg

Eine europäische Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA brachte am Abend des 20. Juni die beiden Kommunikationssatelliten AT&T T-16 und Eutelsat 7C in den Orbit. Die Mission mit der Arianespace-Bezeichnung VA 248 begann am Anfang des 47-Minuten langen Startfensters um 23:43 Uhr mitteleuropäischer Zeit (18:43 Uhr Ortszeit in Guayana). Startort war der  Startkomplex 3 des Europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guyana. Es war der insgesamt 104. Einsatz einer Ariane 5, und der 71. Flug mit der ECA-Version dieses Trägers. VA 248 war die zweite Mission einer Ariane 5 in diesem Jahr.

Weiterlesen: Ariane 5 bringt AT&T T-16 und Eutelsat 7C in den Orbit

Eine Erstleistung für die chinesische Raumfahrt war am 5. Juni der Start einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 11 von einer Meeresplattform. Die Langer Marsch 11 basiert auf der mobilen Interkontinentalrakete DF-31 und startet im so genannten „Kaltstartverfahren“. Das bedeutet, dass sie mit einer Kartusche aus einem zylindrischen Transportbehälter ausgeworfen wird, und erst in der Luft zündet. Dieses militärische Startverfahren sieht in hohem Maße spektakulär aus, denn die quasi „hochgeworfene“ Rakete scheint zunächst in 30 Meter Höhe für einen Moment stillzustehen, bevor der Feststofftreibsatz der ersten Stufe zündet. Die Prozedur ist in diesem Film gut zu erkennen.

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