Russland führte am 10. Juli einen überraschenden Orbitalstart durch, bei dem vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk aus vier klassifizierte Satelliten auf eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht wurden. Für die Mission wurde die relativ selten eingesetzte Sojus 2.1v Volga verwendet, ein Träger der unteren Mittelklasse. Der Start kam insofern überraschend, weil es auch in Russland in den letzten Jahren üblich war, militärische Starts lange im Vorfeld anzukündigen.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b „Fregat“ brachte am 5. Juli insgesamt 33 Satelliten in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war der sibirische Weltraumbahnhof Wostotschny. Hauptnutzlast an Bord des Trägers war der Wettersatellit Meteor M 2-2. Das Raumfahrzeug ist die Ersatzeinheit für ein baugleiches Fluggerät, das bei einem Fehlstart im Jahre 2017 verloren ging. Es war der vierte Start von Wostotschny aus, seit dieses Raumfahrtzentrum im Jahr 2016 seinen Dienst aufnahm. Bislang ist dort allerdings nur eine einzige Rampe in Betrieb, eben die für die Sojus-Raketen.

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Zum zweiten Mal innerhalb von nur elf Wochen setzte SpaceX am 25. Juni eine Falcon Heavy für eine Startmission ein. Dieser Träger ist derzeit die schwerste und leistungsstärkste Trägerrakete der Welt. Der Flug war der komplexeste Einsatz, den SpaceX bisher absolviert hatte. Die Mission trug den Titel Space Test Program 2 (STP-2), lief unter der Leitung der US-Luftwaffe, und umfasste 24 zivile und institutionelle Nutzlasten, die auf unterschiedlichen Bahnen abgesetzt werden mussten.

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Beim dritten Einsatz in diesem Jahr brachte eine Rocketlab Electron sieben Satelliten in den Orbit. Der Start erfolgte vom Launch Complex 1 des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia, die auf der neuseeländischen Nordinsel liegt. Ab Ende dieses Jahres will Rocketlab auch Flüge von der US-Basis in Wallops Island in Virginia durchführen. Diese Anlage wird dann die Bezeichnung Lauch Complex 2 tragen. Die aktuelle Mission war insgesamt der siebte Einsatz einer Electron. Alle Einsätze, mit Ausnahme des Erstfluges, waren erfolgreich.

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In den frühen Morgenstunden des 25. Juni kehrte das russische Raumschiff Sojus MS-11 nach einer Einsatzdauer von 204 Tagen wieder zur Erde zurück.  Die Landung in der Steppe von Kasachstan erfolgte um 4:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit. An Bord der Landekapsel befanden sich der Sojus-Kommandant Oleg Kononenko, die NASA-Astronautin Anne McClain und der kanadische Astronaut David Saint-Jacques von der Canadian Space Agency. Das Ende der Mission hatte bereits am 23. Juni mit der Übergabe des Kommandos an Bord der ISS begonnen. Neuer Kommandant der Raumstation ist nun der Roskosmos-Kosmonaut Alexei Owtschinin.

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