Am 31. März trat die erste Einheit einer neuen Generation chinesischer Datenrelay-Satelliten ihre Reise in den Orbit an. Startort war die Anlage 2 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B in der Version G2 eingesetzt. Der Start dieses Satelliten war bereits für das vergangene Jahr vorgesehen gewesen, verzögerte sich aber dann aus unbekannten Gründen.

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Eine Kleinträgerrakete des Typs Rocket Lab Electron brachte in den frühen Morgenstunden des 29. März mitteleuropäischer Zeit einen Satelliten im Auftrag der US-Defense Advanced Research Projects Agency (kurz: DARPA) in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom Startkomplex der neuseeländischen "Stammbasis" des Unternehmens auf der Halbinsel Mahia an der Ostseite der neuseeländischen Nordinsel. Die einzige Nutzlast an Bord war ein Technologie-Demonstrator des amerikanischen Verteidigungsministeriums mit der Bezeichnung R3D2 (für: Radio frequency Risk Reduction Deployment Demonstration). Es war der insgesamt fünfte Einsatz einer Rocket Lab Electron.

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Am 22. März fand eine nahezu rein italienische Orbitalmission statt. Dabei brachte eine  Trägerrakete des Typs Vega, die weitgehend unter italienischer Leitung entwickelt und gebaut wird, den italienischen Satelliten PRISMA auf eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. PRISMA ist ein Erdbeobachtungssatellit der italienischen Raumfahrtagentur ASI (Agenzia Spaziale Italiana) der von OHB Italia, dem italienischen Ableger der deutschen OHB System AG in Tortona (zwischen Genua und Mailand) konstruiert und gebaut wurde. Die Mission fand unter der Leitung der Arianespace statt, für die PRISMA das insgesamt 600. Raumfahrzeug war.

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Am 27. März scheiterte der private chinesische Trägerraketenentwickler One Space mit dem Jungfernflug seines OS-M1 Mikro-Launchers. Das bedeutete, dass ZeroGLab, ebenfalls ein chinesisches Startup, ihren Lingque-1B Satelliten verlor, der sich an Bord der Rakete befand. Mit diesem Fehlschlag scheiterte nach dem Fehlstart von Landspace im Oktober 2018, auch das zweite chinesische Startup innerhalb eines halben Jahres beim Jungfernflug ihrer jeweiligen Trägerraketen.

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Eine Trägerrakete des Typs Delta 4 der United Launch Alliance (ULA) brachte am 17. März den insgesamt 10. Wideband Global SATCOM (kurz: WGS 10) der US-Luftwaffe auf eine geostationäre Transferbahn. Für diese Satelliten-Typenreihe (Bezeichnung: WGS Block II-Follow-on) war es ursprünglich der letzte Start. Doch nun sieht es so aus, als würde die US-Luftwaffe, der Kunde des Raumfahrzeugs, noch zwei weitere Einheiten kaufen. Für die eingesetzte Trägerrakete, die Delta 4-Medium, war es der vorletzte Einsatz. Die WGS-Raumfahrzeuge sind Gefechtsfeld-Satelliten. Sie dienen der Funk- und Videoverbindung mit den Kampfeinheiten und sie übertragen Daten an und von Marschflugkörper und Drohnen direkt in die Kommandozentralen.

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