Als erstem chinesischem Privatunternehmen gelang es iSPACE mit einer privat entwickelten Trägerrakete den Orbit zu erreichen. Der Kleinträger mit der Bezeichnung Shuang Quxian-1 (Bezeichnung für den internationalen Markt: Hypberbola 1) erreichte nach dem Start vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan aus einen niedrigen Erdorbit.

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Am 22. Juli startete die indische Raumfahrtagentur ISRO die Mondsonde Chandraayan 2 zum Erdtrabanten. Als Träger kam die stärkste indische Rakete zum Einsatz, das GSLV Mark III. Das komplexe Raumfahrzeug besteht aus drei Einzelelementen: Einem Orbiter, einem Lander und einem Rover. Sollte die Landung erfolgreich sein, wird Indien die erst vierte Nation werden, der eine Landung auf dem Mond gelingt. Das vollbrachten zuvor nur die Sowjetunion, die USA und China.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Blok DM-03 brachte am 12. Juli das deutsch-russische Röntgenteleskop Spektr-RG auf den Weg zum Librationspunkt L2 des Erde-Sonne-Systems. Der Start erfolgte um 14:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 81/24 des russischen Weltraumbahnhofs Baikonur. Die Nutzlast wurde gut zwei Stunden nach dem Start von der Blok DM-03 Oberstufe ausgesetzt.

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Beim vorletzten Einsatz einer Trägerrakete des Typs Sojus FG brachte dieser Träger am 20. Juli das bemannte Raumfahrzeug Sojus MS-13 in eine Erdumlaufbahn. An Bord befanden sich Sojus-Kommandant Alexander Skortsow, Luca Parmitano von der europäische Weltraumagentur ESA und der US-Astronaut Andrew Morgan. Der Start erfolgte um 18:28 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der historischen Startanlage 1/5 des Kosmodroms in Baikonur. Von dieser Anlage aus war bereits Juri Gagarin vor 58 Jahren als erster Mensch in den Orbit gestartet.

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Der Fehlstart einer VEGA-Trägerrakete der Arianespace führte am 11. Juli zu einem der schwersten Versicherungsschäden in der Geschichte der Raumfahrt. Etwa zwei Minuten nach dem Liftoff vom VEGA Launch Complex in Kourou erlosch aus noch ungeklärter Ursache der Feststofftreibsatz der zweiten Stufe und die Rakete stürzte in den Atlantik. Mit ihr der Falcon Eye 1-Aufklärungssatellit, den Airbus SAS für die Vereinigten Arabischen Emirate gebaut hatte. Es war der erste Fehlstart einer VEGA. Vierzehn vorausgegangene Missionen waren erfolgreich verlaufen.

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