Nur neun Minuten nach dem Start einer Langer Marsch 3B in Zentralchina fand bereits der nächste Satellitenstart statt. Dieses Mal war eine Electron von Rocketlab in das Geschehen involviert. Der Kleinträger brachte von der neuseeländischen Halbinsel Mahia aus vier Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Die Mission war der vierte Rocketlab-Flug in diesem Jahr und der achte insgesamt. Wie immer bei Rocketlab bekam auch diese Mission einen Spitznamen, der dieses Mal "Look Ma, No Hands" lautete.

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Am 8. August brachte eine Atlas-Rakete der United Launch Alliance (ULA) den fünften Satelliten des Advanced Extremely High Frequency (AEHF) Programms der US-Luftwaffe in den Orbit. Diese Satelliten bieten für die US-Streitkräfte und ihre Alliierten störsicheren und verschlüsselten militärischen Datenverkehr. Sie sind das Nachfolgesystem zum Milstar-Kommunikationsnetzwerk, das zwischen 1994 und 2003 errichtet worden ist. Deren Satelliten nähern sich langsam ihrer technischen Altersgrenze und werden nach und nach durch AEHF-Einheiten ersetzt. AEHF wird am Ende eine Konstellation von sechs Satelliten bilden.

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China erprobte am 17. August mit der vierstufigen Jielong-1 zum zweiten Mal in diesem Jahr, und zum vierten Mal innerhalb der letzten zehn Monate, einen neuen Kleinträger. Zwei dieser vier Erstflüge, unter ihnen der aktuelle, waren erfolgreich. Startort war der nordchinesische Weltraumbahnhof Jiuquan. Die Mission wurde von der China Long March Rocket Corporation gemanagt, einer Ausgründung der CALT (China Academy of Launch Vehicle Technology).

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Das ist man bei SpaceX nicht mehr gewöhnt. In einem der selten gewordenen "expendable"-Starts, bei dem der Erststufenbooster nicht geborgen wurde, brachte das Unternehmen am 7. August den israelischen Kommunikationssatelliten AMOS-17 in eine geostationäre Transferbahn. Für eine Falcon 9 Block 5 ist es überhaupt erst das zweite Mal, dass sie als klassische "Wegwerfrakete" eingesetzt wird, aber die hohe Startmasse des Satelliten ließ keine andere Wahl zu. Eingesetzt wurde für diesen Flug "Core 1047.3", also ein Booster, derzuvor schon zwei Einsätze absolviert hatte, und für den es nun der dritte (und letzte) Flug war. Dementsprechend waren auch alle Landevorrichtungen an der Rakete demontiert.

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