Am 17. Mai brachte China erneut einen Beidou-Navigationssatelliten in den Orbit. Der Start von Beidou 2G8 erfolgte von der Startanlage 2 des zentralchinesischen Raumfahrtzentrum Xichang aus. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3C/G2 eingesetzt. Es war die achte chinesische Orbitalmission des Jahres, und die siebte, die erfolgreich verlief. Der Satellit gehört zur Phase 2 des Beidou-Systems, das sowohl aus geostationären Satelliten wie auch Einheiten auf halbsynchronen Bahnen in gut 20.000 Kilometern Höhe, besteht. China hat auch bereits eine ganze Reihe von Einheiten für die Phase 3 des Beidou-Systems gestartet, mit welcher der unbeschränkte weltweite Einsatz der Konstellation sichergestellt werden soll.

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So kurz kann der Weg vom Newcomer zum bewährten Startdienstleister sein. Auch die fünfte Einsatzmission (die sechste insgesamt) der  Rocketlab Electron verlief perfekt. Und auch dieses Mal handelte es sich an diesem 5. Mai, wie schon beim letzten Flug vor gut vier Wochen um eine Mission des US-Verteidigungsministeriums. Letztes Mal lief die Mission unter der Order der DARPA, der Defense Advanced Resarch Agency, dieses Mal war das "Space Test Programm" (kurz: STP), das auf der Kirtland Luftwaffenbasis in New Mexico stationiert ist, die auftraggebende Organisation. Bei diesem Flug wurden drei Satelliten mit den Bezeichnungen SPARC-1, Falcon ODE und Harbinger in die Umlaufbahn transportiert. Wie schon bei den vorausgegangenen Rocketlab-Flügen erhielt auch dieser Einsatz einen speziellen Namen. Dieses Mal war das "That's a funny loocking cactus", eine Anspielung auf New Mexico, wo das STP ansässig ist.

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Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B brachte am 30. April zwei Erderkundungssatelliten der Tianhui-Reihe in eine sonnensynchrone, polare Erdumlaufbahn. Startort war der nordchinesische Weltraumbahnhof Taiyuan. Aufgaben der beiden neuen Satelliten sind, so die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, Landvermessung, Kartierung und wissenschaftliche Weltraumexperimente. Ein wenig befremdlich war die Tatsache, dass der Start im Vorfeld nicht angekündigt war, und dass es nicht einmal die ansonsten weltweit üblichen NOTAMs (Notice to Airmen) gab, mit denen Sperrungen von Lufträumen international angekündigt und Gefahrenzonen ausgewiesen werden.

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Am frühen Morgen des 4. Mai begann die Versorgungsmission SpaceX CRS-17 zur Internationalen Raumstation mit einem perfekten Start des Dragon-Raumfrachters von der Luftwaffenbasis Cape Canaveral. Ihm folgte eine ebenso perfekte Landung der ersten Stufe des Falcon 9-Trägers auf dem unbemannten Bergungsschiff „Of course I still love you“, das nur wenige Kilometer vor der Hafeneinfahrt von Port Canaveral entfernt stationiert war, um die zurückkehrende Stufe aufzunehmen. CRS-17 war die fünfte Orbitalmission für SpaceX in diesem Jahr. Die Mission war der 70. Einsatz einer Falcon 9. Die beiden Falcon Heavy-Missionen sind dabei nicht mitgezählt.

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Eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 brachte am 20. April den Kommunikationssatelliten Beidou 3-I1Q in einen geostationären Transferorbit. Es war dies die ingesamt 100. Mission einer Trägerrakete der Langer Marsch 3-Reihe. Der Start des Raumfahrzeugs, von manchen Quellen auch als Beidou 3 IGSO-1 oder Beidou-44 bezeichnet, erfolgte um 16:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Startanlage 2 des zentralchinesischen Raumfahrtzentrums Xichang.

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