Am 12. September brachte eine chinesische Trägerrakete drei Satelliten in eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan aus. Bei dem Flug kam erstmals seit dem 23. Mai wieder eine Trägerrakete der Typenreihe Langer Marsch 4 zum Einsatz. An diesem Tag war der Start einer Langer Marsch 4C gescheitert. Als Grund wurden seinerzeit strukturelle Resonanzen zwischen der Nutzlast und der dritten Stufe angegeben, die zum Verlust des militärischen Aufklärungssatelliten Yaogan 33 führten.

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Die Bonanza chinesischer Kleinträger geht weiter. Am 31. August brachte eine Kaizhou-1A Kleinträgerrakete zwei Satelliten mit den Bezeichnungen KX-09 und Xiaoxiang 1-07 in eine polare Erdumlaufbahn. Die Kuaizhou-1A wurde von der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASIC) entwickelt und gebaut. Als Vermarktungsgesellschaft fungiert die China Space Sanjiang Group Corporation (EXPACE). Die Rakete ist in der Lage, eine 200 Kilogramm schwere Nutzlast auf einen 700 Kilometer hohen sonnensynchronen Orbit zu bringen. Die ersten beiden Stufen basieren auf der DF-21, einer mobilen, landgestützten Mittelstreckenrakete. Die Kuaizhou-1A ist etwa 20 Meter lang und wiegt beim Start 30 Tonnen.

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Eine Trägerrakete der United Launch Alliance (ULA) brachte am 22. August einen Navigationssatelliten des US GPS-Systems auf eine mittelhohe Erdumlaufbahn. Es handelte sich um die letzte Trägerrakete der Delta 4-Medium-Reihe (Delta 4 M). Dieser Typ wird nun nach fast 17 Jahren aus dem Betrieb genommen. Ihren erster Einsatz hatte sie am 20. November 2002, als ein Träger dieses Typs den Kommunikationssatelliten Eutelsat W5 in einen geostationären Transferorbit brachte. Von der Delta 4 werden zukünftig nur noch einige wenige Exemplare der "Delta Heavy" fliegen, allerdings sind auch deren Tage gezählt.

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Die Tage der russischen Kleinträgerrakete Rokot sind gezählt. Bei ihrem wahrscheinlich drittletzten Einsatz brachte sie einen militärischen Geodäsie-Satelliten der Geo-IK-2 Reihe in den Orbit. Diese Einheiten gehören zur dritten Generation russischer Satelliten dieser Aufgabenstellung, die sowohl zivile als auch militärische Anwendung hat.

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Obwohl es sich um eine eher unspektakuläre Testmission handelt, ist es der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos dennoch gelungen, mit dem Start von Sojus MS-14 ein erhebliches weltweites Aufsehen zu erregen. An Bord befindet sich diesmal nämlich nicht eine menschliche Crew, sondern ein humanoider Roboter mit der Bezeichnung "Skybot 850" und dem Spitznamen "Fjodor". Der Hauptzweck der Mission ist es allerdings, das Zusammenspiel neuer oder überarbeiteter Flugsysteme des (normalerweise) bemannten Sojus-MS Raumschiffes mit der zukünftig als Trägerrakete eingesetzten Sojus 2.1a zu testen. Seit Oktober 2002 wurde für die bemannten Einsätze ausschließlich die Sojus FG verwendet.

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