Die Bonanza chinesischer Kleinträger geht weiter. Am 31. August brachte eine Kaizhou-1A Kleinträgerrakete zwei Satelliten mit den Bezeichnungen KX-09 und Xiaoxiang 1-07 in eine polare Erdumlaufbahn. Die Kuaizhou-1A wurde von der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASIC) entwickelt und gebaut. Als Vermarktungsgesellschaft fungiert die China Space Sanjiang Group Corporation (EXPACE). Die Rakete ist in der Lage, eine 200 Kilogramm schwere Nutzlast auf einen 700 Kilometer hohen sonnensynchronen Orbit zu bringen. Die ersten beiden Stufen basieren auf der DF-21, einer mobilen, landgestützten Mittelstreckenrakete. Die Kuaizhou-1A ist etwa 20 Meter lang und wiegt beim Start 30 Tonnen.

Die Startmission begann um 1:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf dem Gelände des Weltraumbahnhofs Jiuquan in Nordchina. 27 Minuten und eine Sekunde nach dem Liftoff,  und nach zwei Zündungen der der flüssigkeitsbetriebenen Oberstufe, wurde zunächst Xiaoxiang 1-07 freigegeben, fünf Minuten später gefolgt von KX-09. Die erzielten Bahnparameter lagen bei einem Perigäum von etwa 580 Kilometern, einem Apogäum von etwa 620 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 97,8 Grad.

Der Technologiesatellit KX-09 wurde von der DFH Satellite Corporation gebaut. Sie gehört zum Firmenverbund des Staatskonzern CAST (China Academy of Space Technology), und ist auf die Entwicklung und den Bau von Kleinsatelliten spezialisiert.

Xiaoxiang 1-07 stammt von der Firma SpaceTy. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um einen 2-Unit-Cubesat, vermutlich ebenfalls für Technologiezwecke. SpaceTy ist eine der noch relativ wenigen rein privaten Raumfahrtunternehmen in China. Die Firma ist auf Mikro- und Nanosatelliten spezialisiert.

Bild: Missions-Patch für KX-09; Credit: DFH Sat. Corp.