Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1a "Fregat" brachte am 30. Juli den militärischen Kommunikationssatelliten Meridian M Nr. 8 in den Orbit. Der Start erfolgte vom Kosmodrom in Plesetzk aus und ging in einen so genannten Molnija-Orbit, mit dem auch hohe nördliche Breiten mit Sendungen abgedeckt werden können. Die Meridian-Konstellation wird vom russischen Militär betrieben. Mit dieser Mission hat Russland in diesem Monat vier Sojus-Raketen in vier verschiedenen Varianten gestartet.

Der Start erfolgte um 7:56 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startrampe 4 der Startanlage 43 des nordrussischen Weltraumbahnhofs und verlief problemlos. Die Fregat-Oberstufe gab den Satelliten 140 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe frei. Die Orbitalbahn wies danach ein Apogäum von 39.570 Kilometern, ein Perigäum von 885 Kilometern bei einer Bahnneigung von 62,8 Grad zum Äquator auf.

Der beim Start etwa 2.000 Kilogramm schwere Meridian M-8 ist der achte Kommunikationssatellit der Meridian M-Reihe. Er ist der erste einer kleinen Serie von vier Einheiten, die im Jahre 2016 von der russischen Regierung bestellt wurden, um die Konstellation aufzufrischen. Die Raumfahrzeuge werden von ISS Reschetnew gebaut und verfügen über eine Design-Lebensdauer von etwa sieben Jahren. Sie weisen eine ähnliche Plattform wie die Uragan-M Navigationssatelliten auf. Mindestens ein weiterer Meridian M-Satellit soll noch in diesem Jahr gestartet werden.

Meridian ist ein Spezialsystem zur Versorgung hoher nördlicher Breiten mit Kommunikationsdienstleistungen. Das System ergänzt in Russland die Systeme Raduga und Globus, die in fixen geostationären Orbits stationiert sind.

Bild: Die Sojus 2.1a "Fregat" wird für den Start vorbereitet. Credit: VKS