Nach dem Ende der traditionellen langen Urlaubspause um das chinesische Neujahrsfest herum werden jetzt die chinesischen Orbitalstarts wieder aufgenommen. Dies geschah mit dem Start von Chinasat-6C von der Startrampe 3 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang. Die Mission stellte gleichzeitig ein Jubiläum dar, denn es war der 300. Start einer Rakete der Langer Marsch-Familie. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B eingesetzt.

Die Mission begann am 9. März um 17:27 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 0:28 Uhr Pekinger Zeit am 10. März. Eine knappe halbe Stunde später war der leicht supersynchrone Transferorbit erreicht. Er wies ein Perigäum von 181 Kilometern, ein Apogäum von 40.603 Kilometern und eine Bahnneigung zum Äquator von 24,65 Grad auf.

Ursprünglich war der Start bereits für den September 2017 geplant gewesen, wurde aber wegen fertigungstechnischer Probleme mehrfach verschobden.

Der etwa 5.200 Kilogramm schwere Chinasat-6C wurde von der Chinese Academy of Space Technology auf Basis der DFH-4 Plattform gebaut. Seine Solargeneratoren leisten etwa 10,2 Kilowatt, wovon die Nutzlast etwa 8 Kilowatt benötigt. Er ist mit 25 C-Band Transpondern für die Übertragung von Radio- und Fernsehprogrammen ausgerüstet. Der Satellit wird seine endgültige Arbeitsposition auf 130 Grad östlicher Länge finden.

Bild: Langzeitbelichtung des Starts von Chinasat-6C; Credit: Weibo