Am 1. Dezember brachte SpaceX vom Kennedy Space Center in Florida mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 die Starlink-Gruppe 6-86 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Dabei wurden 29 Einheiten für die Internet-Konstellation in den Orbit transportiert. Es war der 111. Starlink-Start des laufenden Jahres.

Am 27. November brachte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos das bemannte Raumschiff Sojus MS-28 in einen Übergangsorbit für den Transfer zur Internationalen Raumstation. Als Trägerfahrzeug wurde eine Rakete des Typs Sojus 2.1a eingesetzt. Der Start erfolgte, wie stets in den letzten Jahren, vom Komplex 31/6 des Kosmodroms in Baikonur aus. Dabei wurde die Startanlage erheblich beschädigt, weil eine Serviceplattform im Startschacht nicht ordnungsgemäß gesichert war.
Bei der 15. Transporter-Mission brachte SpaceX mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 insgesamt 140 Satelliten in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Der Einsatz begann an der Space Force Basis Vandenberg in Kalifornien. Die Bandwagon- und Transporter-Missionen sind für die Hersteller und Betreiber von Kleinsatelliten von großer Bedeutung. Ein Einzelstart einer SpaceX Falcon 9 kostet rund 70 Millionen US-Dollar. Bei diesen Mitflugmissionen können Unternehmen jedoch bis zu 50 Kilogramm Nutzlast für nur 325.000 US-Dollar in den Orbit befördern lassen.
Eine südkoreanische Trägerrakete des Typs KSLV-II, besser bekannt unter dem Spitznamen „Nuri“, führte am 26. November eine tadellose Mission durch. Der Einsatz begann an der Startanlage 2 des Naro Space Center im Süden des Landes. Insgesamt befanden sich neben der Hauptnutzlast, dem Erdbeobachtungssatelliten CAS-500-3, noch zwölf Cubesats an Bord, die allesamt aus Südkorea stammen. Es war der vierte Einsatz einer Nuri-Trägerrakete.