Eine russische Trägerrakete des Typs Angara 1.2 brachte am 23. April vier Militärsatelliten mit unbekannter Aufgabenstellung in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Von diesen Einheiten ist lediglich die militärische Zahlnummer bekannt, nämlich Kosmos 2617 – Kosmos 2620. Es wird allerdings mit einiger Sicherheit angenommen, dass es sich bei den Einheiten um die optischen Aufklärungssatelliten OO MKA №7 - OO MKA №10 handelt. Startort war der nordrussische Weltraumbahnhof Plessezk.

Die US Space Force benennt ihre Navigationssatelliten stets nach Persönlichkeiten, die sich um Entwicklungen oder Pionierleistungen in der Raumfahrttechnik verdient gemacht haben. Im Falle des Navigationssatelliten GPS III-10, der am 21. April gestartet wurde, war dies die Hollywood-Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr (1914 – 2000). Die technologischen Leistungen Lamarrs wurden lange Zeit von ihren Erfolgen als Schauspielerin überdeckt und fanden erst spät ihre volle Anerkennung. Das von ihr und George Antheil entwickelte und 1941 patentierte Frequenzsprungverfahren bildete die Grundlage für die spätere Spread-Spectrum-Kommunikationstechnologie wie sie heute unter anderem auch in militärischen Navigationssatelliten eingesetzt wird.
Rocket Lab brachte am 23. April einen Sammeltransport von acht japanischen CubeSats in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Ihr gemeinsamer Nenner ist ihre Zugehörigkeit zum so genannten „Innovative Satellite Technology Demonstration Program“ der JAXA. Der Start erfolgte am kleinen privaten Raumflughafen von Rocket Lab auf der neuseeländischen Halbinsel Mahia. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Electron eingesetzt.
SpaceX brachte am 19. April mit einer Trägerrakete des Typs Falcon 9 die 25 Satelliten der Starlink Gruppe 17-22 in eine polare sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Startort war einmal mehr die Space Force Basis Vandenberg in Kalifornien. Die Mission beinhaltete die insgesamt 600. Landung eines Falcon-Boosters.