Bei einem der recht selten gewordenen Starts einer russischen Trägerrakete des Typs Proton M Briz M brachten die russischen Streitkräfte am 21. Dezember den militärischen Kommunikationssatelliten Blagovest 13 L direkt in den geostationären Orbit. Nach dem erfolgreichen Start erhielt das Raumfahrzeug die Bezeichnung Kosmos 2533. Es ist der erste Start einer Proton M seit mehr als acht Monaten und erst der zweite in diesem Jahr insgesamt. Die Proton M galt früher als einer der russischen Standardträger mit häufig mehr als zehn Starts pro Jahr.

Die Mission begann um 1:20 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Rampe 24 der Startanlage 81 des russischen, aber in Kasachstan gelegenen, Weltraumbahnhofs von Baikonur. Der Einsatz des Trägers dauerte, dem komplexen Flugprofil geschuldet, annähernd neun Stunden, bevor der Satellit freigegeben werden konnte. Zunächst brachte  die Proton dabei die Briz-M Oberstufe mit dem Satelliten auf eine orbitnahe Suborbitalbahn. Danach zündete die Briz-M ein erstes Mal bis ein niedriger "Parkorbit" erreicht war. Vier weitere Brennmanöver, verteilt über die nächsten neun Stunden, beförderten das Raumfahrzeug danach auf die endgültige Umlaufbahn. Das Perigäum lag danach bei 35.340 Kilometern, das Apogäum bei 35.800 Kilometern und die Bahnneigung zum Äquator bei 0,19 Grad.

Die Blagovest-Raumfahrzeuge werden von Reschetnew auf Basis der Ekspress 2000-Plattform gebaut.Trotz der Bezeichnung "13L" handelt es sich bei dem aktuellen Raumfahrzeug erst um den dritten Kommunikationssatelliten des Blagovest-Systems. Es  sollen auch nicht mehr als insgesamt vier Einheiten werden. Aufgabe des Systems ist es, russische Militärbasen miteinander zu verbinden. Die Raumfahrzeuge können allerdings auch zivil für Telefondienste, Internet und Fernsehübertragungen eingesetzt werden. Sie werden auf 45 und 128 Grad östlicher Länge über dem Äquator stationiert.

Bild: Start von Blagovest 13L; Credit: Ria Novosti