China brachte am 1. November einen Navigationssatelliten in eine geostationäre Transferbahn. Der Start von Beidou 3 G1Q erfolgte vom Startkomplex 2 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang aus. Als Trägerrakete wurde eine Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt. Das Raumfahrzeug ist der erste geostationäre chinesische Navigationssatellit der dritten Generation.

Das „Q“ in der Bezeichnung bedeutet „qudai“, was für „Ersatz“ steht. In diesem Fall wird es der Ersatz für einen Beidou-Satelliten der zweiten Generation sein, nämlich Beidou 2 G4. Das vollständige Einsatzsystem wird 27 Satelliten in mittelhohen Orbits und acht geostationäre Einheiten aufweisen, von denen sich drei auf inklinierten Bahnen zwischen 55 Grad nördlicher und 55 Grad südlicher Breite bewegen werden.

Der exakte Startzeitpunkt war 17:57 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die erzielte Umlaufbahn wies ein Perigäum von 184 Kilometern, ein Apogäum von 35.817 Kilometern und eine Bahnneigung zum Äquator von 28,5 Grad auf. Von dieser Bahn aus wird sich Beidou 3 G G1Q mit seinen Bordtriebwerken auf die endgültige geostationäre Bahn begeben.

Bei den Satelliten der Beidou 3G-Serie handelt es sich um die geostationäre Komponente des Beidou-Navigationssystems. Diese Einheiten basieren auf dem DFH-3B Bus, das mit einem Phased Array-Antennensystem für die Übermittlung der Navigationssignale und einem Laser-Reflektor-System ausgestattet ist. Die Satelliten der 3G-Reihe weisen ein Startgewicht von etwa 4.600 Kilogramm auf.

Es war der 16. Start eines chinesischen Navigationssatelliten im laufenden Jahr. Zwei weitere Beidou-Einheiten sollen in diesem Jahr noch gestartet werden. Insgesamt wurden, rechnet man auch die Raumfahrzeuge der ersten und zweiten Generation mit ein, bislang 41 Beidou-Satelliten gestartet. Die frühen Einheiten sind allerdings nicht mehr in Betrieb.

Bild: Die Langer Marsch 3B/G2 - Trägerrakete vor dem Start; Credit: weibo.com