China brachte am 7. September den dritten Ozeanüberwachungssatelliten der Haiyang-1 Serie in den Orbit. Startplatz war der Weltraumbahnhof Taiyuan. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 2C verwendet. Das Raumfahrzeug wurde auf einer polaren, sonnensynchronen Umlaufbahn in 780 Kilometern Höhe abgeliefert.

Der Start von Haiyang-1C (das Wort "Haiyang" steht im chinesischen für "Ozean") erfolgte um 5:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Startkomplex 9 des nordchinesischen Weltraumzentrums.  Der Satellit wird dafür eingesetzt, die Verschmutzung der Ozeane zu Überwachen und zu verhindern, Ressourcenermittlung zu betreiben und den Bau von Küstenanlagen für die wirtschaftliche Entwicklung von Küstenregionen zu überwachen. Außerdem soll die Temperaturentwicklung der Meere beobachtet werden.

Das Raumfahrzeug trägt zwei Hauptinstrumente: Den "China Ocean Colour & Temperature Scanner" (oder kurz: COCTS) der vom "Shanghai Institute of Technical Physics" der Chinesischen Akademie der Wissenschaften entwickelt wurde, und den Coastal Zone Imager (CZI), ein Scanner den das Pekinger "Institute of Space Machines and Electricity" entwickelt und gebaut hat. Er hat ein Auflösungsvermögen von 50 Meter pro Bildpunkt. Zusätzlich zu diesen Instrumenten sind noch eine Ultraviolett-Kamera, ein Spektrometer und ein AIS (Automatic Identification System) für die Beobachtung von Schiffsbewegungen mit an Bord.

Das Raumfahrzeug basiert auf der CAST 968-Plattform, und ist damit ein quaderförmiger Satellit mit einem 1,4 x 1,1 x 0,95 Meter großen Zentralkörper und zwei Solargeneratoren mit einer Gesamtspannweite von 7,5 Metern, die eine Leistung von 510 Watt am Lebensende (der auf mindestens fünf Jahre ausgelegten Mission) des Satelliten erbringen. Die Startmasse des Raumfahrzeugs betrug 442 Kilogramm.

Bild: Start von Haiyang-1C; Credit: Zheng Taotao