Nur drei Tage nach dem vorausgegangenen Start in Cape Canaveral war SpaceX erneut im Einsatz. Dieses Mal von der Westküste der USA aus, von wo eine Falcon 9 Block 5 Trägerrakete eine Ladung IridiumNEXT Satelliten in den Orbit brachte. Es war die siebte von acht geplanten Missionen für Iridium. Alle verliefen erfolgreich.

Bei dieser Mission waren wieder 10 der jeweils etwa 860 Kilogramm schweren IridiumNEXT Satelliten an Bord. Bei der vorausgegangenen Mission für diese Konstellation waren nur fünf Stück an Bord gewesen, weil es sich dabei um eine „geteilte“ Mission gehandelt hatte. Die andere Hälfte der Nutzlastkapazität hatte die nationale deutsche Raumfahrtbehörde DLR für den Start des Erdbeobachtungssatelliten GRACE-FO gebucht. Die aktuellen Satelliten werden in der Bahnebene 5 der Konstellation stationiert. Insgesamt werden für einen weltweiten, unlimitierten Einsatz des Systems 66 Satelliten benötigt. Dafür werden 75 Satelliten in den Orbit gebracht. Die neun überzähligen Einheiten dienen als Einsatzreserve,  so dass es am Ende in jeder der um 30 Grad getrennten sechs Bahnebenen mindestens eine Reserveeinheit gibt. Darüber hinaus gibt es noch sechs weitere Reservesatelliten, die auf der Erde „gelagert“ werden.

Die Startmission begann am Komplex 4E der Luftwaffenbasis Vandenberg am 25. Juli um 13:39 Uhr mitteleuropäischer Zeit, nur 14 Minuten nachdem in Kourou die Ariane 5 ES mit den vier Galileo-Navigationssatelliten die Startrampe verlassen hatte. Anders als dort, wo die Mission bei strahlendem Sonnenschein ihren Anfang nahm, herrschte in Vandenberg noch Dunkelheit und obendrein dichter Nebel. 43 Minuten nach dem Abheben hatte die zweite Stufe mit den Satelliten, nach zwei Brennmanövern die Absetzposition erreicht. Fünf Minuten und eine Sekunde später begann die Stufe mit dem Freisetzen der Satelliten. Danach wurde alle 110 Sekunden eine weitere Einheit vom Dispenser gelöst. Das Perigäum betrug 600 Kilometer, das Apogäum 625 Kilometer und die Bahnneigung zum Äquator 96,97 Grad. Dann zündete die zweite Stufe erneut, und brachte sich selbst über dem Südpazifik zum Absturz.

Wie zukünftig stets mit den Block 5-Boostern unternahm SpaceX auch dieses Mal einen Bergungsversuch der Erststufe und der Nutzlastverkleidung, kündigte aber bereits im Vorfeld einen möglichen Misserfolg bei diesen Aktionen an, nachdem im Landegebiet extrem schlechte Wetterbedingungen herrschten. Vor allem eine Scherwindzone über dem Bergungsschiff machte den Startverantwortlichen Sorgen. Dennoch gelang die Landung der Erststufe, und sieben Minuten und 17 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe stand die ersten Stufe der Falcon 9 auf dem Deck des Bergungsschiffes „Just read the instructions“. Die Bergung der Nutzlastverkleidungen war wegen der ungünstigen Windverhältnisse allerdings nicht möglich.

Bild: Logo der Iridium-7 Mission; Credit: Iridium