China brachte am 3. Mai vom Weltraumzentrum Xichang aus den Kommunikationssatelliten APStar-6C in eine geosynchrone Transferbahn. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt. Der Start erfolgte um 18:02 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Startkomplex 2 des Weltraumbahnhofs. Es war die 13. Orbitalmission Chinas in diesem Jahr.

Die Projektleitung für APStar-6C lag bei den China Great Wall Industries, gebaut wurde er von CAST (China Academy of Space Technology), die Startdurchführung lag bei der CALT (China Academy of Launch Vehicle Technology). Das Raumfahrzeug basiert auf der DFH-4 Plattform und ist mit 45 Transpondern ausgerüstet, die im C-Band, im Ku- und im Ka-Band arbeiten. Die "End-of-Life" Leistung des Raumfahrzeugs beträgt 10,5 Kilowatt, von denen acht Kilowatt der Nutzlast zur Verfügung stehen.

APStar-6C soll den im Jahre 2005 gestarteten APStar 6 ersetzen und dann denn pazifisch-asiatischen Raum mit Kommunikationsdienstleistungen versorgen. Der Kunde des Satelliten ist die APT Satellite Holding.

Knapp 30 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe war der geplante geostationäre Transferorbit erreicht. Das Perigäum der Bahn lag bei 187 Kilometern, das Apogäum bi 40.654 Kilometern und die Bahnneigung zum Äquator bei 27,22 Grad.

Die eingesetzte Trägerrakete ist eines der leistungsfähigsten Systeme, über das China derzeit verfügt. Die Langer Marsch 3B/G2 ist in der Lage, eine Nutzlast von 11.200 Kilogramm in eine niedrige Erdumlaufbahn zu transportieren oder aber 5.100 Kilogramm in einen geostationären Transferorbit.

Bild: Start der Langer Marsch 2B/G2 mit APStar-6C an Bord; Credit: CALT