Gut 12 Jahre nach dem Start des Mars Express-Orbiters und dem unglücklichen Landegerät Beagle 2 begann Europa am 14. März seine zweite Expedition zum Roten Planeten. Das bei dieser Mission beteiligte Sonden-Duo ist ungleich massiver als seine Vorfahren vor mehr als einer Dekade. Es besteht aus dem Trace Gas Orbiter (TGO) und dem Schiaparelli-Lander. Nachdem Mars Express auch nach mehr als einem Jahrzehnt im Marsorbit nach wie vor gut funktioniert, könnte Europa ab dem 19. Oktober – das ist die Ankunftszeit für den TGO den die Bahnmechanik vorgibt – zwei aktive Raumsonden im Marsorbit haben, und dazu hoffentlich noch einen funktionierenden Lander auf der Oberfläche des Roten Planeten.

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Nur sieben Wochen nach dem letzten Start brachte die indische Weltraumagentur ISRO eine weitere Einheit - die inzwischen sechste - ihres nationalen Navigationssatellitennetzes in den Orbit. Startort war das Satish Dhawan Raumfahrtzentrum auf der ostindischen Insel Shriharikota. Als Träger für IRNSS-1F, so die Bezeichnung des Raumfahrzeugs, wurde erneut eine Rakete des Typs PSLV XL eingesetzt. Damit ist nur noch eine Einheit dieser Satellitenreihe am Boden, nämlich IRNSS-1G. Der soll bereits im nächsten Monat in den Orbit gebracht werden soll. Die erste Einheit, IRNSS-1A, wurde im Juli 2013 gestartet.

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Beim 71. erfolgreichen Flug in ununterbrochener Folge (bei 85 Ariane 5-Missionen insgesamt) brachte eine Ariane 5 ECA in den frühen Morgenstunden des 9. März einen Kommunikationssatelliten für Eutelsat auf eine geostationäre Transferbahn. In der Terminologie von Arianespace trug diese Mission die Bezeichnung VA 229. Sie bezeichnet damit die 229. Mission einer Ariane-Rakete insgesamt (Französisch: vol Ariane) seit dem Erstflug der Ariane 1, der "Urmutter" dieser Trägerraketenreihe im Dezember 1979.

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Der fünfte Anlauf war endlich erfolgreich. Eine Falcon 9.1 FT von SpaceX brachte am 5. März um 0:35 Uhr mitteleuropäischer Zeit den Kommunikationssatelliten SES-9 in einen supersynchronen Transferorbit. In Florida war es da aber noch sechs Stunden früher, nämlich erst 18:37 Uhr und damit erst wenige Minuten nach dem örtlichen Sonnenuntergang. Die Mission war zuvor über einen Zeitraum von neun Tagen insgesamt viermal aus unterschiedlichen Gründen verschoben worden. Am Starttag selbst drohte wegen starker Höhenwinde eine weitere Verschiebung. Doch dann lief alles fast perfekt ab.

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Am 17. Februar brachte eine Trägerrakete des Typs H-IIA den Astronomie-Satelliten ASTRO-H in eine Erdumlaufbahn. Startort war das Tanegashima-Raumfahrtzentrum vor der Südküste Japans. Aufgabe des Orbital-Observatoriums ist die Untersuchung astrophysikalischer Phänomene im Röntgen- und Gammaspektrum für ein besseres Verständnis der Evolution des Universums. Einer Tradition folgend, die auf die Anfangstage der japanischen Raumfahrt zurückgeht, wurde der Satellit nach dem erfolgreichen Start umbenannt. Von Astro-H in "Hitomi".

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Eine konvertierte russische Interkontinentalrakete des Typs Rokot brachte am 16. Februar den neuesten Umweltbeobachtungssatelliten der Europäischen Gemeinschaft auf eine polare Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte von der Startanlage LC 133 des nordrussischen Weltraumbahnhofs Plesetzk. Organisiert wurde die Mission von der Eurockot Launch Services GmbH in Bremen, einem Joint Venture zwischen der Airbus DS GmbH und dem Hersteller der Rakete Chrunitschew.

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