Russland brachte am 24. März einen neuen digitalen Fotoaufklärer der Bars-M Klasse in einen niedrigen Erdorbit. Der Start erfolgte von Plesetzk aus. Als Trägerrakete wurde eine Sojus 2.1a in einer Version ohne orbitale Oberstufe eingesetzt. Der Start verlief erfolgreich und die Nutzlast wurde etwa 10 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe auf einer Übergangsumlaufbahn ausgesetzt. Von hier aus wird der Satellit mit seinen Bordtriebwerken einen sonnensynchronen Orbit ansteuern.

Die Mission des militärischen Raumfahrzeugs begann um 10:42 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 12:42 Uhr Moskauer Zeit) an der Startanlage 43/4 des nordrussischen Kosmodroms. Der Satellit und die dritte Stufe des Trägers wurden auf eine Bahn mit einem Perigäum von 324 Kilometern, einem Apogäum von 536 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 97,6 Grad transportiert. Der Satellit erhielt dann, wie bei militärischen Weltraumobjekten Russlands und früher der Sowjetunion üblich, nach dem erfolgreichen Start eine Zählnummer und wurde danach offiziell als Kosmos 2515 bezeichnet.

Die Satelliten der Bars-M Reihe sind opto-elektronische Aufklärungsplattformen. Die erste Einheit dieser neuen Reihe startete im Februar letzten Jahres, ebenfalls von Plesetzk aus. Sie ersetzen die Satelliten der Jantar 1KFT-Serie, die noch Kassetten mit belichtetem Film in Rückkehrkapseln zur Erde zurückschickten. Diese Raumfahrzeuge verfügten nur über eine Einsatzlebensdauer von wenigen Monaten. Die Einsatzlebensdauer der Bars-M Einheiten ist dagegen auf mindestens fünf Jahre veranschlagt.

Gebaut werden die beim Start etwa vier Tonnen schweren Raumfahrzeuge von TsSKB Progress in Samara. Die elektro-optische Kamera an Bord mit der Bezeichnung „Karat“, das Herzstück des Raumfahrzeugs, wurde von der „Leningrad Optical Mechanical Association“ gefertigt. Die nächste Einheit der Bars-M Reihe wird voraussichtlich im übernächsten Jahr in den Orbit gebracht.