Nach 142 Tagen im Weltraum ging am 11. Dezember die Mannschaft der Expedition 45 im Rückkehrmodul des Raumschiffes Sojus TMA-17M sicher im vorgesehenen Zielgebiet in Kasachstan nieder. Das Ablegen von der ISS erfolgte um 10:47 Uhr, die Landung um 19:12 Uhr kasachischer Ortszeit (entsprechend 14:12 Uhr mitteleuropäischer Zeit), und somit bereits in Dunkelheit. Am Landeort herrschten winterliche Bedingungen, bei leichtem Schneefall und teilweise böigem Wind. Es war dies erst die sechste Nachtlandung einer Sojus in der fast fünfzig Jahre währenden Geschichte dieses Raumfahrzeugs, und es war die erste Sojus-Landung in der Geschichte der ISS, die nach Sonnenuntergang erfolgte.

Die Crew an Bord der Landekapsel bestand aus dem russischen Sojus-Kommandanten Oleg Kononenko, dem amerikanischen NASA-Astronauten Kjell Lindgren und dem japanischen JAXA-Astronauten Kimiya Yui. Während es für die beiden letzteren der erste Raumflug war, war es für Kononenko schon der dritte Weltraum-Einsatz. Er hat damit zusammengerechnet schon 533 Tage im Orbit verbracht.

An Bord der Raumstation verbleiben für die nächsten Tage nur die drei Astronauten, respektive Kosmonauten der Expedition 46. Es sind dies der gegenwärtige Kommandant der ISS, der Amerikaner Scott Kelly, der sich auf einer einjährigen Langzeitmission befindet. Mit ihm auf dieser Langzeitmission ist der russische Kosmonaut Michael Kornienko. Der dritte Mann im Bunde ist der Sojus TMA-18M Kommandant Sergei Wolkow, der einen normalen viereinhalb Monate dauernden Einsatz absolviert.

Am 15. Dezember wird die nächste Besatzung zur ISS fliegen. Es sind dies Yuri Malenchenko, einer der erfahrensten Kosmonauten weltweit, der NASA-Astronaut Tim Kopra und der Brite Tim Peake für die europäische Weltraumagentur ESA.

Bild: Der japanische Astronaut Kimiya Yui kurz nach der Landung. Credit: NASA