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Eine chinesische Trägerrakete des Typs Langer Marsch 4B brachte am 7. Dezember, um 4:26 Uhr mitteleuropäischer Zeit den chinesisch-brasilianischen Erderkundungssatelliten CBERS 4 in eine polare Erdumlaufbahn. Die Mission begann im nordchinesischen Weltraumbahnhof Taiyuan. Sie erfolgte ziemlich genau ein Jahr, nachdem am 9. Dezember 2013 der Start von CBERS 3 wegen eines Problems mit der dritten Stufe der Trägerrakete gescheitert war.

Dieses Mal verlief der Einsatz des Trägers aber problemlos. Zwölf Minuten und 30 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe erreichte der 1.980 Kilogramm schwere CBERS 4 einen Orbit in einer Höhe von 780 Kilometern bei einer Bahnneigung von 98,5 Grad. Die daraus resultierende Bahnperiode erlaubt erneute Überflüge eines einmal beobachteten Gebietes innerhalb von 26 Tagen. Unmittelbar darauf entfaltete er seinen einzelnen Solargenerator, eine 6,3 x 2,6 Meter große Einheit, der eine elektrische Leistung von 2,3 Kilowatt zur Verfügung stellt. Wenig später nahm er Kontakt mit der Bodenstation auf.

CBERS ist ein Projekt, das bis in die 80iger Jahre zurückgeht. Das Programm-Akronym ist eine Abkürzung für den Begriff „China-Brazil Earth Resources Satellite Program“, bei dem es darum geht, den beteiligten Ländern qualitativ hochwertiges Bildmaterial der Erde für verschiedene Zwecke zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es um Umweltbeobachtung, Ressourcenerkundung, Stadt- und Landplanung, die Beobachtung von Naturkatastrophen und die Überwachung von Maßnahmen zu ihrer Linderung. Der erste Start eines CBERS-Satelliten erfolgte im Jahre 1999.

Der Satellit verfügt über eine ganze Batterie an Kameras, die in unterschiedlichen Wellenbereichen arbeiten und dabei, je nach Einsatzmodus, Bildauflösungen zwischen 5 und 65 Metern haben.