Am 23. November startete das russische Raumschiff Sojus TMA-15M mit einer dreiköpfigen Besatzung zur Internationalen Raumstation. Die Mission verlief in jeder Phase nach Plan, und so legten die Sojus schon fünf Stunden und 48 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe an der ISS an. Damit hat die Besatzung des Außenpostens wieder ihre Sollstärke erreicht, nachdem sie für etwa zwei Wochen nur mit drei Personen besetzt war.

Die Crew bestand aus dem Sojus-Commander Anton Shkaplerov, dem ehemaligen Shuttle-Piloten Terry Virts und der italienischen ESA-Astronautin Samantha Cristoforetti. Sie verließen den Startkomplex 31 in Baikonur auf ihrer Sojus-FG Trägerrakete um 3:01 Uhr kasachischer Ortszeit, entsprechend 22:01 Uhr mitteleuropäischer Zeit genau in dem Moment, in dem die Erdrotation die Startrampe in die Umlaufbahn der ISS bewegte. Acht Minuten und 48 Sekunden später war ein erster Übergangsorbit erreicht. Danach wurden Solargeneratoren und Antennen entfaltet, und die Verfolgung der ISS begann.

Es kommt nur selten vor, dass der Komplex 31 für bemannte Starts eingesetzt wird. Traditionellerweise finden solche Missionen von der Startrampe 1 aus statt. Derselben, von der auch schon Yuri Gagarin im Jahre 1961 startete. Diese Anlage wird aber derzeit generalüberholt. Die Startanlage 31 wurde im Oktober 2012 zum letzten Mal für einen bemannten Start eingesetzt.

Shkaplerov, Virts und Cristoforetti erreichten die Station um 3:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit am 24. November und wurden dort vom Kommandanten Butch Wilmore und den beiden Bordingenieuren Alexander Samokutjajew und Elena Serova begrüßt. Zum ersten Mal seit längerer Zeit befinden sich damit wieder einmal zwei Frauen gleichzeitig an Bord. Cristoforetti ist die erste Westeuropäerin, die für einen Langzeitflug zur Internationalen Raumstation ausgewählt wurde.