MissionsposterBei der Ariane 5 läuft es seit vielen Jahren wie am Schnürchen. Beim 62. Erfolgreichen Start in ununterbrochener Folge brachte eine Trägerrakete dieses Typs am 16. Oktober, kurz vor Mitternacht mitteleuropäischer Zeit, zwei Kommunikationssatelliten für Südamerika in einen geostationären Transferorbit. Es handelt sich dabei um den ersten im eigenen Land endmontierten argentinischen ARSAT-1 und um DLA-1, der auch die Bezeichnung Intelsat 30 trägt.


Statt wie vorgesehen um 23:00 Uhr begann die Mission des Trägers erst um 23:44 Uhr, nur sieben Minuten vor dem Ende des Startfensters. Der Grund für die Verzögerung lag im Wetter und in einer nicht näher spezifizierten kleineren Problematik mit DLA-1.

Der Start trug die Bezeichnung VA 220, ein Hinweis darauf, dass dies der 220. Start einer Ariane-Trägerrakete war, rechnet man zurück bis ins Jahr 1979 mit dem Start der ersten Ariane 1. Zählt man nur die Ariane 5-Starts, dann war es die 76. Mission. Insgesamt transportierte die Rakete 10.083 Kilogramm in den geostationären Transferorbit: zwei Satelliten mit insgesamt 9.293 Kilogramm sowie die SYLDA-Doppelstartstruktur.

Der 2.973 Kilogramm schwere ARSAT-1 wurde zwar in Argentinien endmontiert (bei INVAP), der Satellit basiert aber auf vielen Komponenten aus der Satellitenfertigung von Airbus Defenceand Space. So stammt etwa die Satelliten-Steuerungseinheit (Satellite Processing Unit, SPU) von Airbus, der Zentralzylinder,  die Solargeneratoren und das Antriebs- und Lageregelungssystem.

Der 6.320 Kilogramm schwere DLA-1 wurde von SpaceSystemsLoral gebaut. Genau wie ARSAT-1 sind seine Kunden im Lateinamerikanischen Raum angesiedelt.