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Proton MAm 27. September startete eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Briz M mit einer geheimen militärischen Nutzlast in den geostationären Orbit. Damit kam sie vier Monate nach dem letzten Fehlschlag wieder in den aktiven Dienst zurück. Das Untersuchungsgremium war zu dem Schluss gekommen, dass der Grund des Startversagers am 15. Mai ein Fertigungsfehler war, der zu einer Störung im Steuerungssystem der dritten Stufe führte. Der Kommunikationssatellit Express AM4R ging bei dem Fehlstart verloren.

Beim aktuellen Start befand sich ein Satellit der als „Luch“ aber auch als „Olymp“ bezeichnet wird an Bord Dabei handelt es sich möglicherweise um einen elektronischen Aufklärungs – und Datenrelaysatelliten des russischen Verteidigungsministeriums.

Der dreistufige Booster mit der Orbitaleinheit, bestehend aus der Briz M Oberstufe und dem Raumfahrzeug verließ die Rampe 24 an der Startanlage 81  in Baikonur um 22:23 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 2:23 Uhr morgens um 28. September nach kasachischer Lokalzeit. Zehn Minuten, nachdem die ersten drei Stufen des Trägers eine orbitnahe suborbitalbahn erreicht hatte, gab die Proton die Orbitaleinheit frei. Die begann unmittelbar darauf mit einer Serie von Brennmanövern, die mehrere Stunden später mit dem Erreichen des geostationären Orbits endeten. Um 7:27 Uhr mitteleuropäischer Zeit gab die Briz M den Satelliten frei.

Russland hat sich mit Angaben zu den Aufgaben des Satelliten bedeckt gehalten. Die Bezeichnung „Luch“ wird an sich für zivile Datrenrelay-Satelliten verwendet, daher könnte die Doppelbezeichnung „Luch/Olymp“ auf einen ähnlichen Verwendungszweck hindeuten. Allerdings scheint es doch erhebliche konstruktive Unterschiede zu geben. Die „Luch“-Satelliten sind so klein, dass sie sich eine Proton bislang immer mit einer anderen Nutzlast geteilt haben.