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CrewDie Sojus TMA-14M, die sich am 25. September der Internationalen Raumstation näherte, sah ein wenig aus, wie ein verwundeter Vogel, als sie sich mit nur einem entfalteten Solargenerator dem Außenposten näherte. Sechs Stunden zuvor, gleich nach dem Start von  Baikonur, als alle Antennen und die beiden Solargeneratoren entfaltet werden sollten, hatte sich nur die linke Einheit entfaltet.

Die damit gewonnene Menge an Strom, und die Tatsache, dass das Raumfahrzeug mit vollgeladenen Batterien gestartet war, erlaubte aber einen problemloser Anflug zur ISS. An Bord der Sojus befanden sich neben Kommandant Alexander Samokutjajew auch Bordingenieur Elena Serova von Roskosmos und Barry Wilmore von der NASA.

Damit war nach der Ankunft dieser drei neuen Besatzungsmitglieder die nominale Besatzungsstärke von sechs Crewmitgliedern wieder hergestellt. Gut 30 Minuten nach dem Anlegen, vielleicht verursacht durch die Erschütterung des Ankoppelns, entfaltete sich der widerspenstige Solargenerator plötzlich von selbst. Damit waren Bedenken für die Rückkehr der Sojus im nächsten März beseitigt.

Das Anlegemanöver am russischen Poisk-Modul erfolgte um 4:11 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Zu diesem Zeitpunkt bewegte sich die ISS in einer Höhe von 420 Kilometern über dem Pazifik, kurz vor der Küste von Ecuador.

Bald danach wurden die Luken geöffnet. Die drei neuen Crew-Mitglieder wurden vom gegenwärtigen Kommandanten Maxim Surajew und den beiden Bordingenieuren Alexander Gerst und Reid Wiseman begrüßt.

Samokutjajew ist ein Veteran eines früheren Fluges zur ISS: Im Jahre 2011 verbrachte er da schon einmal 164 Tage. Wilmore hat ebenfalls bereits einen Raumflug auf seinem Konto. Im Jahre 2009 flog er als Pilot des Shuttles Atlantis. Serova, die überhaupt erst die vierte russische Frau im Weltraum ist, hat noch keinen früheren Raumflug absolviert.