CRS-4 Mission PatchNur knapp zwei Wochen nach ihrem letzten Start war erneut eine Falcon 9 von SpaceX im Einsatz. Am Sonntag, dem 21. September, startete eine Rakete dieses Typs das inzwischen schon vierte Dragon-Versorgungsschiff zur Internationalen Raumstation (ISS). Die Mission hätte sogar schon einen Tag früher beginnen sollen, aber wegen schlechten Wetters musste sie am Samstag abgesagt werden. Die NASA hat insgesamt zwölf Versorgungsflügen bei SpaceXin Auftrag gegeben.

Die Zündung der neun Triebwerke der Falcon 9 erfolgte um 7:52 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 1:52 Uhr nachts in Cape Canaveral. Knapp drei Minuten nach dem Verlassen der Startrampe wurde die erste Stufe abgetrennt, und begann einen kontrollierten Abstieg zur Erdorberfläche mit der Durchführung eines Landeversuches auf dem Wasser. Eine Bergung der Stufe war allerdings nicht vorgesehen. Die Stufe war auch nicht mit Landebeinen ausgerüstet. Es ging dieses Mal nur um den prozeduralen Ablauf des Verfahrens und die Überprüfung der Landegenauigkeit.

Währenddessen brachte die zweite Stufe die Dragon ohne Probleme in den Orbit. Zehn Minuten und 15 Sekunden nach Beginn der Mission trennte sich die Kapsel von der Rakete, öffnete ihre Solargeneratoren und begann die eigenständige Mission, die sie innerhalb von zwei Tagen zum Rendezvous mit der Internationalen Raumstation führen soll.

An Bord des Versorgungsschiffes befinden sich etwa 2,5 Tonnen an Nachschubgütern, Experimenten, Ausrüstungsgegenständen und sogar Versuchstieren. ESA Astronaut Alexander Gerst wird das so genannte „berthing“ durchführen. Dazu wird sich die Dragon der Station zunächst bis auf zehn Meter nähern, dann wird Gerst sich die Kapsel mit dem Manipulator-Arm der ISS greifen und dann am Harmony-Modul andocken. Aktives Docking kann die Dragon nicht durchführen.

In der Kapsel befindet sich eine Transportbox mit 20 Mäusen, an denen der Mechanismus untersucht werden soll, mit dem die Schwerelosigkeit Knochenschwund verursacht, ein 3D-Printer mit dem die Fertigung von Ersatzteilen im Weltraum erprobt wird und ein 26 Millionen Dollar teures Instrument, mit dem man die Windströmungen über den Ozeanen der Welt messen kann.

10 der Mäuse sollen Mitte Oktober mit dem Dragon wieder zur Erde zurückkehren. Die anderen dann im Dezember mit dem nächsten Dragon. An Bord befinden sich auch Fruchtfliegen, an denen Verhaltensänderungen bei langdauernden Raumflügen untersucht werden sollen.  Außerdem befinden sich in der Lieferung noch IMAX-Kameras, zwei Batterien für Raumanzüge, Lebensmittel, Kleidung und andere Versorgungsgüter.