Progress M-24MRussland entsandte am 23. Juli ein neues Frachtraumschiff zur Internationalen Raumstation. Progress M-24M, so die Bezeichnung des Vehikels, startete um 23:44 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom zentralasiatischen Weltraumbahnhof Baikonur. Als Träger wurde eine Sojus U eingesetzt. Knapp 10 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe hatte die Progress die Umlaufbahn erreicht und machte sich an die Verfolgung der Raumstation.

Nur sechs Stunden später legte sie dort an. Die Mission folgte, wie bei den letzten bemannten und unbemannten russischen Flügen üblich geworden, einem verkürzten Anflugverfahren, bei dem die Raumstation innerhalb von nur vier Erdumkreisungen erreicht werden kann.

An Bord der Progress befinden sich 2,6 Tonnen an Versorgungsgütern für den Außenposten. Die Ladung besteht aus etwa 850 Kilogramm Treibstoff, 450 Liter Wasser, etwa 100 Kilogramm Atemgasen und 1,2 Tonnen Kleidung, Getränke, Nahrungsmittel (inklusive frischem Obst), medizinischen Güter, Hygieneartikel, Ersatzteile und Experimenten.

Das vollautomatische Anlegemanöver am Pirs-Modul (das seinerseits am Zvesda-Servicemodul befestigt ist) erfolgte am 24. Juli um 5:51 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die Mission war insofern ein Jubiläum, als es die 150. Mission zur Internationalen Raumstation seit 1998 war, zählt man alle Missionen einschließlich der Aufbaumissionen und der Besatzungstransporte mit.

Die Mission war auch die 56. Nachschubmission zur ISS mit einem Progress-Raumschiff seit dem Jahr 2000. In der Terminologie des ISS-Betriebs hat dieser Flug daher auch die Bezeichnung 56P. Progress M-24M bleibt nach den gegenwärtigen Plänen bis zum 22. Oktober mit der Raumstation verbunden.