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Foton MAn der Spitze eine Sojus 2.1a brachte die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos am 18. Juli die neueste Einheit der russischen „Foton“ Biosatelliten-Serie in den Orbit. Die auf zwei Monate angesetzte Mission nahm um 22:50 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Kosmodrom in Baikonur ihren Anfang. Weniger als zehn Minuten später setzte die dritte Stufe des Sojus das Raumfahrzeug in der vorgesehenen Umlaufbahn ab.

An Bord des 7,5 Tonnen schweren Satelliten mit der Bezeichnung „Foton M4“ befinden sich lebende Tiere, darunter einige Geckos, Pflanzensamen und biologisches Probenmaterial, das den Bedingungen des Weltraums ausgesetzt werden soll. Auch das Wachstum von Halbleiterkristallen soll untersucht werden. Insgesamt sind es 22 Experimente aus Russland und Deutschland, die in den zwei Einsatzmonaten durchgeführt werden. Der „Foton“ soll im September wieder in Südrussland landen.

Die Rückkehrkapsel des Raumfahrzeugs basiert auf dem selben Design, mit dem schon Juri Gagarin 1961 in den Orbit flog. Die Mission ist der 16. Einsatz einer Foton-Raumkapsel seit dem ersten Einsatz dieser Serie im Jahre 1985.