SpaceXEine SpaceX Falcon 9 brachte am 14. Juli sechs Kommunikationssatelliten für Orbcomm in den Orbit. Der Start war der erste Schritt in einer umfassenden Modernisierung der orbitalen Flotte des in New Jersey ansässigen Unternehmens. Weitere Starts sollen folgen.  Die 17 Satelliten werden dann die so genannten OG2 Konstellation bilden. Die meisten der Satelliten der ersten Generation, bestehend aus 25 Satelliten, wurden schon vor mehr als 15 Jahren gestartet.

Der Start von der Anlage 40 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral verlief problemlos. Zwei Minuten und 38 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe erfolgte der Brennschluss der neun Merlin 1D-Erststufentriebwerke. Gleich danach zündete das einzelne Merlin 1D der zweiten Stufe, und knapp zehn Minuten nach dem Verlassen der Startrampe erreichte die Rakete den vorgesehenen Orbit. Dort wurden die Raumfahrzeuge in einer 20-minütigen Sequenz der Reihe nach freigegeben.

Noch bevor die zweite Stufe der Falcon 9 den Orbit erreicht hatte, zündeten drei der neun Triebwerke der ersten Stufe erneut, um einen kontrollierten Abstieg in den Atlantik durchzuführen. Das Zielgebiet lag in einer Zone einige hundert Kilometer nordöstlich von Cape Canaveral. Der Wiedereintritt, die Landezündung und das Entfalten der Landebeine klappten wie vorgesehen. Dann aber kippte die Rakete - und das war unvermeidlich – über, und brach auseinander. Es war keine Bergung vorgesehen. Bei dem Versuch einzig um die Erprobung des Landeverfahrens und die Ermittlung der Landegenauigkeit. SpaceX versucht mit einer Reihe Tests bei Landungen im Meer die Zielabweichung zu reduzieren, bevor das Unternehmen dann zunächst Landungen auf einer Barke im Meer durchführen und letztendlich die Erststufen zum Startort zurückführen will. Das Rückführungsexperiment war ein Bonuspunkt für SpaceX in dieser Mission.

Orbcomm bekam auf die ohnehin niedrigen Preise von SpaceX noch einen enormen Rabatt und zahlt für zwei Missionen lediglich 42,6 Millionen Dollar. Das liegt daran, die die Satelliten ursprünglich mit der Falcon 1 Rakete gestartet werden sollte. Die Fertigung dieses Typs gab SpaceX jedoch schon 2008 zugunsten der wesentlich leistungsfähigeren Falcon 9 auf. SpaceX wandelte daraufhin die Startverträge für Orbcomm um, und gewährte dem Unternehmen für die Falcon 9 die gleichen Preise pro Satellit, als wären sie mit der Falcon 1 gestartet worden.

Jeder der von der Sierra Nevada Corporation gebauten Raumfahrzeuge hat eine Startmasse von etwa 170 Kilogramm. Ihr Einsatzzweck besteht hauptsächlich  in der Maschine- zu Maschine Kommunikation, beispielsweise für die Lokalisierung einzelner Trucks für Speditionen, von Schiffen für Reedereien, von Zügen für Eisenbahngesellschaften oder sie übertragen beispielsweise Daten abgelegener automatischer Anlagen, wie etwa von Pipeline-Pumpstationen an die jeweilige Zentrale.