CrewNach mehrjähriger Pause ist seit dem 28. Mai wieder ein deutscher Raumfahrer im Orbit. ESA Astronaut Alexander Gerst startete zusammen mit seinen Kollegen, dem russischen Kosmonauten Maxim Surajew und dem NASA Astronauten Reid Wiseman zur Internationalen Raumstation. Nur sechs Stunden nach dem Verlassen der Startrampe legte ihre Sojus TMA-13M an der Station an.

Das Trio begann seine Reisezur ISS an der Spitze einer Sojus FG-Trägerrakete um 21:57 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Wie schon bei den letzten der vorangegangenen Sojus- und Progress-Missionen wurde ein so genannter "schneller Transfer" durchgeführt, im Gegensatz zum Standardverfahren, das einen zweitägigen Anflug erfordert. Im schnellen Transfer-Verfahren kann das Ziel innerhalb von vier Erdumkreisungen und sechs Stunden Flugzeit erreicht werden. Die Methode erfordert allerdings einen sehr genauen  Orbiteinschuss durch die Trägerrakete und präzise Orbitanpassungen durch das Raumschiff in der Umlaufbahn.

Das klappt nicht immer. Bei der letzten Mission - mit Sojus TMA-12M - konnten die  Einschussparameter nicht ausreichend präzise eingehalten werden, und so musste die damalige Crew zwei Tage in der engen Sojus verbringen, bevor sie die ISS erreichte.

Nach dem Anlegen wurden Gerst, Wiseman und Surajew vom amtierenden ISS Commander Steve Swanson von der NASA und den beiden russischen Flugingenieuren Oleg Artemyev und Alexander Skvortsov begrüßt. Diese drei halten sich seit dem 27. März im Außenposten auf.

Die drei Neuankömmlinge sollen 166 Tage an Bord der Station verbringen. Wenn Swanson, Skortsov und Artemyev am 10. September zur Erde zurückkehren, wird Maxim Surajew neuer Kommandant der ISS: Gegen Ende September wird seine Crew dann durch drei Neuankömmlinge ergänzt, nämlich durch Alexander Samokutjajew, Jelena Serowa und Barry Wilmore.