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Am 27. Januar startete Japan zwei militärische Aufklärungssatelliten mit denen vor allem die Aktivitäten des unberechenbaren Nachbarn Nordkorea unter die Lupe genommen werden sollen. Die beiden Raumfahrzeuge, IGS-Radar 4 und IGS-Optical 5V werden nach ihrer Indienststellung Bestandteil des Netzes japanischer Aufklärungssatelliten.

IGS-Radar 4 (für: Intelligence Gathering Satellite) ist mit einem Radarsystem ausgestattet ist, das noch Objekte von weniger als einem Meter Größe erfassen kann. Damit lassen sich beispielsweise militärische Operationen auch bei Nacht und schlechtem Wetter mit großer Genauigkeit beobachten. IGS 4 ist bereits der vierte japanische Radaraufklärer.

Der zweite Satellit trägt die Bezeichnung IGS-Optical 5V. Dabei handelt es sich um einen Aufklärungssatelliten, der Bilder im normal-optischen Spektrum anfertigt und überträgt. Das Auflösungsvermögen dieses Raumfahrzeugs wird mit 40 Zentimeter pro Bildpunkt bewertet. Die Daten beider Satelliten sollen aber nicht nur militärisch genutzt werden, sondern auch für den Katastrophenschutz zur Verfügung stehen. Während es sich bei IGS-R 4 um einen Satelliten der zweiten Generation japanischer Radaraufklärer handelt, bildet IGS-O 5V das erste Versuchsmodell der dritten Generation optischer Auflärungssatelliten Japans.

Der Start erfolgte um 5:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit mit einer Rakete des Typs H-IIA vom Startplatz 1 des Raumfahrtzentrums Tanegashima. Nach Angaben der japanischen Raumfahrtorganisation JAXA verlief das Aussetzen der beiden Satelliten erfolgreich. Sie bewegen sich jetzt in Bahnen mit Höhen zwischen etwa 480 und 500 Kilometern, mit einer Bahnneigung von 97 Grad zum Äquator. Die Mission war der 16. erfolgreichen Einsatz einer Trägerrakete des Typs H-IIA in Folge.

Astra