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Falcon 9Erneut ein Erfolg für die Falcon 9 und SpaceX schwimmt weiterhin auf der Erfolgswelle. Am 3. Dezember gelangen zwei weitere Erstleistungen. Beim ersten Start der neuen Falcon 9.v1.1 von Cape Canaveral aus und dem ersten Einsatz überhaupt einer SpaceX-Trägerrakete in einen geostationären Transferorbit wurde der  von Orbital Sciences gebaute Kommunikationssatellit SES 8 in den Weltraum gebracht.

Dieser Erfolg gilt als wichtige Voraussetzung für den zukünftigen kommerziellen Bestand des Unternehmens. Zuvor waren bereits am 25. und 28. November zwei Starttermine angesetzt gewesen. Wegen technischer Probleme mussten beide Versuche aber abgesagt werden.  Beim dritten Anlauf klappte der Start um 23:41 mitteleuropäischer Zeit (17:41 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit). Für diese Mission musste das Merlin 1D-Oberstufentriebwerk erstmals eine zweite Brennphase absolvieren, was aber einwandfrei klappte. Die zweite Zündung folgte 18 Minuten nach dem Ende der ersten Brennperiode und dauerte 71 Sekunden. Fünf weitere Minuten später trennte sich das Raumfahrzeug vom Träger.

SES 8 wurde von der Grundlage des Star-2.4-Busses von Orbital Sciences gefertigt. Er verfügt über 33 Ku-Band-Transponder und hat eine Startmasse von 3.170 kg. Seine Energie bezieht er aus zwei Solargeneratoren, die eine Leistung von fünf Kilowatt erbringen. Geplant ist der Einsatz der Kommunikationsplattform auf einer Position bei 95 Grad Ost. Dort sollen Fernsehprogramme und andere Kommunikationsdienste für Indien, Thailand, Vietnam und Laos bereitgestellt werden

Der Weg zum geostationären Orbit ist bei dieser Mission etwas ungewöhnlich. Zunächst startete die Falcon 9 in einen sogenannten supersynchronen Transferorbit, dessen erdfernster Punkt bei etwa 80.000 Kilometer und der erdnächste Punkt bei 295 Kilometern Höhe liegt. Die Inklination betrug knapp 21 Grad. Dieser Winkel muss auf Null gebracht werden, wofür eine supersynchrone Bahn besonders gut geeignet ist, denn auf solchen Bahnen lassen sich hohe Inklinationswinkel besonders treibstoffsparend abbauen.

Alle bisherigen SpaceX-Missionen waren auf den niedrigen Erdorbit beschränkt. Die nächste SpaceX-Mission soll bereits in wenigen Wochen erfolgen. Dann soll Thaicom 6 in eine Umlaufbahn gebracht werden.