GlobalstarAm 28. Dezember, um 18:09 Uhr mitteleuropäischer Zeit, wurden vom russischen Raumfahrtzentrum in Baikonur mit einer Sojus 2.1a-Trägerrakete sechs Mobilfunksatelliten der zweiten Globalstar-Generation ins All transportiert. Der Start verlief erfolgreich und verminderte dadurch den Druck auf die russischen Raumfahrt-Manager, der sich nach einer beispiellosen Serie von Fehlstarts aufgebaut hatte.

Der letzte Fehlschlag war erst wenige Tage zuvor, am 23. Dezember, zu verzeichnen gewesen, als die dritte Stufe eine Sojus 2.1b versagte und der russische militärische Kommunikationssatellit Meridian 5 nicht in die vorgesehene Umlaufbahn gelangte.

Eine Stunde und 40 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe wurden die sechs Globalstar 2-Satelliten in 920 km Höhe bei einer Neigung von etwa 52 Grad gegenüber dem Äquator freigegeben. Die Raumfahrzeuge werden nun mit Hilfe ihres eigenen Antriebs auf die Einsatzhöhe von 1.410 Kilometern steigen.

Die rund 700 kg schweren Satelliten wurden von Thales Alenia in Rom hergestellt. Sie sind mit 32 Transpondern für verschiedenen Frequenzbereichen ausgerüstet, über die sie Sprachbotschaften und Datenpakete vom Boden aufnehmen und zu beliebigen anderen Punkten der Erde übermitteln. Dazu werden spezielle Geräte verwendet. Genutzt werden Globalstars spezielle Kommunikationsdienste von Firmen, Regierungen und Privatpersonen.

Nach diesem Start sind nun 18 der 24 Einheiten der zweiten Globalstar-Generation im Orbit.