ChinaAm 11. August 2011, um 18:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit wurde vom chinesischen Weltraumbahnhof Xichiang der pakistanische Kommunikationssatellit PAKSAT 1R in einen geostationären Transferorbit transportiert. 26 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe wurde das Raumfahrzeug von der dritten Stufe der Trägerrakete freigegeben.

 Der Start erfolgte von der Rampe LA-2 des südwestchinesischen Startgeländes. Dort war es zu diesem Zeitpunkt bereits 0:15 Uhr am 12. August. Transportiert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B. Das Raumfahrzeug wurde in einer supersynchronen Transferbahn ausgesetzt, was bedeutet, dass sich das Apogäum der Bahnellipse noch über dem Geostationären Orbit befindet. Es liegt in diesem Fall 41.890 Kilometern über der Erdoberfläche. Das Perigäum liegt bei 200 Kilometern über der Erde und die Bahnneigung zum Äquator beträgt 24,8 Grad.

 Geplant ist, den neuen Erdtrabanten nach einigen Brennphasen seines Haupttriebwerks und einer Testphase seiner Systeme im Weltall an einer Position bei 38 Grad Ost im geostationären Orbit zu stationieren. Er wird dort Paksat-1 ersetzen, der im Januar 1996 gestartet wurde (damals mit einer Atlas IIAS von Cap Canaveral aus unter dem Namen Palapa C).    

 PAKSAT 1R basiert auf dem chinesischen Satellitenbus DFH-4. Er hat eine Startmasse von 5.120 Kilogramm und ist für eine 15jährige Einsatzdauer ausgelegt. Gegen Betriebsende sollen seine beiden Solarzellenausleger noch rund acht Kilowatt an elektrischer Leistung zur bereitstellen. Die Nutzlast besteht aus 18 Ku- und 12 C-Band-Transpondern, mit denen die pakistanische Luft- und Raumfahrtforschungsorganisation SUPARCO (Space and Upper Atmosphere Research Commission) die Versorgung von Kunden in Pakistan sowie in Süd- und Zentralasien, in Ostafrika, Osteuropa und dem fernen Osten mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kommunikationsdienste durchführen will.