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Militärische VorbereitungEine Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b brachte am 26. Februar einen neuen Satelliten für das russische Globale Navigations-Satelliten-System in den Weltraum. Der Start erfolgte von der Anlage 43/4 des Kosmodroms Plesetzk in Nordrussland.

Die Sojus hob um 4:07 Uhr mitteleuropäischer Zeit ab. Um 4:16 Uhr hatte der Träger den Satelliten in einer orbitnahen, elliptischen Übergangsbahn abgesetzt. Sofort im Anschluss nach der Trennung von der dritten Stufe erfolgte eine erste 19 Sekunden lange Brennphase der Fregat-Oberstufe nach der ein Parkorbit mit einem Perigäum von rund 212 und einem Apogäum von rund 241 Kilometern über der Erdoberfläche erreicht waren.

Nach der zweiten Brennphase mit einer Dauer von 9 Minuten und 45 Sekunden der Fregat war eine Transferbahn mit einem Perigäum von rund 278 und einem Apogäum von 19.145 Kilometern über der Erde erreicht.  Ein dritter, drei Minuten und 44 Sekunden dauernder Triebwerkseinsatz der Oberstufe brachte den Satelliten auf den Zielorbit mit einem Perigäum von rund 19.132 Kilometern und einem Apogäum von 19.149 Kilometern.

Um 7:41 Uhr und 3 Sekunden mitteleuropäischer Zeit trennte sich Glonass K1 von der Oberstufe. Das Bahnverfolgungs- und Satellitenkontrollzentrum German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk, westlich von Moskau, übernahm um 7:44 Uhr die Kontrolle des Satelliten.

Aufgrund seiner militärischen Herkunft bekam Glonass K1 eine Kosmos-Zählnummer und läuft nun in der russischen Nomenklatur als Kosmos 2470. Der Satellit sollte ursprünglich als  Demonstrator für die nächste Generation russischer Navigationssatelliten dienen, wird aber jetzt, nach dem Fehlstart einer Proton M Block DM im letzten Dezember mit drei Glonass-M Navigationssatelliten in das aktive Netz eingegliedert, um den Verlust zumindest teilweise zu ersetzen.

Im Gegensatz zu älteren Modellen besitzt das von Reschetnew gebaute Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 935 Kilogramm einen Satellitenbus vom Typ Ekspress 1000A. Man hofft, es zwischen 10 und 12 Jahre lang im All einsetzen zu können.

Von der durch die beiden Solarzellenausleger des Satelliten bereitgestellten maximalen elektrischen Leistung von 1.270 Watt benötigt die Navigationsnutzlast rund 750 Watt.