Startposter Arianespace Mission 197Die beiden Telekommunikationssatelliten W3B für den europäischen Betreiber Eutelsat und BSAT-3b im Auftrag des japanischen Betreibers Broadcasting Satellite System Corporation (B-SAT) wurden in der Nacht zum 30. Oktober exakt auf der vorgesehenen Umlaufbahn positioniert. Der Ariane-Flug Nummer 197 endete also mit dem erwarteten Erfolg, trotzdem war einer der beiden Kunden dieses Starts unzufrieden. Dazu aber gleich mehr...

Der Träger verließ die Startrampe um 23:51 mitteleuropäischer Zeit. Es war dies der insgesamt 53. Flug einer Ariane 5 und der 39. erfolgreiche Einsatz in ununterbrochener Serie. In diesem Jahr hat Arianespace bislang acht der insgesamt 14 bislang in den Orbit gebrachten geostationären Kommunikationssatelliten befördert.

W3B wurde von Thales Alenia Space (Hauptauftragnehmer) auf Basis Spacebus 4000 C3 gebaut. Er hat ein Startgewicht von 5.400 kg, ist mit  53 aktiven Ku-band- und drei Ka-band Transpondern ausgerüstet und für eine Lebenserwartung 15 Jahren ausgelegt. Er sollte auf 16 Grad Ost stationiert werden. Der Satellit ist fast sechs Meter hoch und seine beiden Solargeneratoren spannen, wenn sie entfaltet sind, 34 Meter weit und leisten 12 kW.
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Die Geschäftsbeziehungen zwischen Arianespace und Eutelsat bestehen seit mehr als 25 Jahren.  Über die Hälfte der Eutelsat-Flotte flog mit Ariane. W3B ist der 25. Eutelsat-“Passagier” für Arianespace.
 
BSAT-3b wurde von Lockheed Martin Commercial Space Systems in Newtown, Pennsylvania, auf Basis der A2100 A-Plattform gefertigt. Er weist ein Startgewicht von 2.060 kg auf. Das Raumfahrzeug wird auf 110 Grad Ost stationiert werden, und auch dieser Satellit für eine 15jährige Betriebsdauer vorgesehen. BSAT-3b ist mit acht 130 Watt Ku-band Transpondern ausgerüstet.

Von 36 offen ausgeschriebenen Verträgen in Japan hat Arianespace insgesamt 27 gewonnen. BSAT-3B der schon allein der siebte für die B-SAT Corporation und die 40. Plattform von Lockheed Martin die einen Start mit Ariane durchführte.

Nachtrag: Unmittelbar nach dem erfolgreichen Start gab Eutelsat bekannt, dass W3B als Totalverlust abgeschrieben werden muss. Der Grund ist ein Leck im Oxidatortank des Satelliten. Er verbleibt somit auf seiner Transferbahn und kann nicht seinen endgültigen geostationären Orbit ansteuern. Über die Ursache des Defektes war bis zum 9.11. noch nichts bekannt.

Astra