Header

Startvorbereitung Progress M-08M; Credit: RoskosmosNur eine Woche bevor die US-Raumfähre Discovery zur Internationalen Raumstation aufbricht hat sich am 27. Oktober das unbemannte Versorgungsschiff Progress-M 08M auf den Weg zur ISS gemacht. Planmäßig um 17:11:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit startete die 313 Tonnen schwere Sojus-U-Trägerrakete mit dem Raumfrachter als Nutzlast vom Weltraumbahnhof in Baikonur. Der Flug begann übrigens auf der historischen Startrampe 1 des Raumfahrtzentrums, derselben, von der aus schon Juri Gagarin seinen Flug ins All angetreten hatte.

Progress m-08m; Credit: EnergiaNeun Minuten nach dem Liftoff erreichte das Raumschiff eine vorläufige Umlaufbahn. Kurz danach wurden die Navigations- und Kommunikationsantennen sowie die beiden Solargeneratoren entfaltet.

Progress-M 08M wird in der Terminologie der Internationalen Raumstation auch "Progress 40P" genannt, weil es die inzwischen 40. Progress ist, welche zur ISS entsandt wurde. Das Transportschiff hat etwa 2,5 Tonnen Fracht geladen. Sie setzt sich zusammen aus 1.271 Kilogramm so genannter "Dry Cargo" (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 870 Kilogramm Treibstoff, 226 Liter Wasser und 499 Kilogramm Sauerstoff. Mit an Bord sind auch Komponenten für Versuchsanlagen und Bauteile eines Senders zur Übermittlung hoher Datenraten. Das Gerät soll während eines Außenbordmanövers am 27 im Januar von Oleg Skripotschka und Dmitri Kontratjew an der Außenwand der ISS angebracht werden.

progress m-08m; Credit: EnergiaNeben den normalen Essensrationen sind auch frisches Obst und Gemüse an Bord, wie Zitronen, Äpfel, Zwiebeln, Tomaten und sogar ein Kilogramm Knoblauch. 

Progress-M 08M hat nun einen dreitägigen Flug zur ISS vor sich. Bis dahin stehen zwei größere Bahnänderungsmanöver auf dem Programm. Das automatische Anflugverfahren beginnt am kommenden Samstag um 16:19 Uhr mitteleuropäischer Zeit, gefolgt vom Umfliegen der Station gegen 18:17 Uhr. Das Rendezvous endet mit dem Anlegen am Kopplungs- und Ausstiegsmodul Pirs gegen 18:40 Uhr. Die Kopplungsdauer an der Station wird etwa drei Monate betragen. Das Ablegen ist derzeit für den 24. Januar 2011 geplant.

Astra