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Sojus-Crew; Credit: RoskosmosIn den frühen Morgenstunden des 8. Oktober startete eine modernisierte Version des altbewährten Sojus-Raumschiffs mit einem erfahrenen russischen Weltraumveteranen, einem Weltraum-Neuling und einem ehemaligen Shuttle-Kommandanten vom Weltraumbahnhof Baikonur zu einer zweitägige Verfolgungsjagd zur Internationalen Raumstation.

Startvorbereitungen; Credit: Roscosmos
Startvorbereitung; Credit: Roskosmos
Start; Credit: Roskosmos

Der Start von Sojus TMA-01M erfolgte vom Startplatz 1 des Kosmodroms um 1:11 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 5:11 Uhr kasachischer Ortszeit. Die dreistufige Trägerrakete vom Typ Sojus-FG brachte das Raumschiff und seine Besatzung, bestehend aus Sojus-Kommandant Alexander Kaleri, dem US-Astronauten Scott Kelly und Flugingenieur Oleg Skripotschka, auf eine Anfangsbahn zwischen 195 und 242 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 51,6 Grad zum  Äquator.
 
Während ihrer halbjährigen Mission sollen die drei Raumfahrer an Bord der Internationalen Raumstation eine Vielzahl wissenschaftlicher Experimente durchführen und die Station in gutem Zustand halten. Außerdem werden sie zwei Shuttles in Empfang nehmen, die ein Mehrzweckmodul, eine Außenplattform und einen Messkomplex zur Suche nach Dunkler Materie und Antimaterie, das so genannten "Alpha Magnet Spectrometer" als Erweiterungseinheiten zur Raumstation bringen.

Während der Dienstzeit dieser Crew werden auch alle derzeit im Einsatz befindlichen Transportraumschifftypen die Station anfliegen: Progress, H-2 Transfer Vehicle (HTV) und Automated Transfer Vehicle (ATV).

Sojus-TMA 01M wird am Modul Poisk, an der "Oberseite" der Station ankoppeln. Es ist das erste einer modifizierten Generation von Sojus-Raumschiffen, die über eine vollständig digitalisierte Steuerung verfügen. Die damit verbundene Massereduzierung ermöglicht den Transport von 70 kg mehr Fracht als bisher.

Die Rückkehr ist nach derzeitiger Planung für den 16. März vorgesehen. Eine Premiere der besonderen Art wird die Begegnung des Astronauten Scott Kelly mit seinem Zwillingsbruder Mark sein, wenn dieser im Februar als Kommandant der Endeavour die ISS anfliegt.

Astra