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Credit: Energia Am gestrigen Mittwoch (28. April) startete das russische Frachtraumschiff Progress M-05M zu einer dreitägigen Aufholjagd zur Internationalen Raumstation. Die Mission des Raumfahrzeugs begann an der Spitze einer Sojus-Trägerrakete um 19:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Das Raumfahrzeug trat seine Reise vom historischen Startplatz 1 in Baikonur an, dem selben, auf dem auch vor fast 50 Jahren Juri Gagarins Flug in den Orbit begann, der den Beginn der bemannten Raumfahrt einläutete.

 Credit: Energia
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Neun Minuten nach dem Verlassen der Startrampe hatte der Raumfrachter einen ersten Übergangsorbit erreicht, und die Solargeneratoren und die  Kommunikations- und Navigationsantennen wurden entfaltet. Die erste Umlaufbahn wies eine Neigung von von 51.65 Grad zum Äquator auf, ein Perigäum von 193.4 Kilometern und ein Apogäum von 249.7 Kilometern. Die Orbitperiode betrug 88,63 Minuten.

Das Anlegemanöver soll am Samstag um 20:35 Uhr am Dockingadapter des in Richtung Erde weisenden russischen Pirs-Moduls erfolgen.

Progress M-05M ist das 37. Russische Versorgungsschiff, das an der Internationalen Raumstation anlegen wird. In der Aufbaumatrix der ISS wird es deshalb auch als Progress 37P bezeichnet. Das Progress-Raumschiff, das bisher an diesem Docking-Adapter gekopplt war, löste sich am Donnerstag nachdem es zuvor sechs Monaten an dieser Position zugebracht hatte. Es war in den Tagen vor dem Abkoppeln von der ISS-Crew mit Müll und nicht mehr benötigten Gegenständen beladen worden, und wurde über dem Pazifk gezielt zum Absturz gebracht.

Das neue Frachtschiff bringt zweieinhalb Tonnen an Versorgungsgütern zur Station. Knapp 1.400 Kilogramm davon sind “trockene Fracht”: Ersatzteile, Experimente, Versorgungsgüter und ähnliches. Der Rest ist sogenannte „Nasse Fracht“ und die besteht aus Treibstoff für die Lageregelungstriebwerke im russischen Segment der Station, Wasser und Sauerstoff für die Crew an Bord der ISS. 

Die Raumstation ist derzeit mit der Expedition 23 besetzt, bestehend aus dem Kommandanten Oleg Kotov, dem NASA-Flugingenieuren T.J. Creamer, Tracy Caldwell Dyson, den russischen Kosmonauten Alexander Skvortsov und Mikhail Kornienko und dem japanischen Astronauten Soichi Noguchi.

Kotov und Skvortsov halten sich am Samstag bereit, im Notfall die Progress manuell per Fernsteuerung an die Station anzudocken für den Fall, dass das autonome System des Frachters versgat. Aus diesem Grund übten sie am Dienstag die Prozeduren für den Gebrauch des Reservesystems noch einmal, für den Fall, dass es benötigt werden sollte.

Astra