Sojus U Filefoto; Credit: MilRu Am 16. April, exakt um 17:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit starteten die russischen Streitkräfte einen militärischen Aufklärungssatelliten der Kobalt-M Serie in einen niedrigen Erdorbit mit einer Inklination von 67,1 Grad. Kobalt-Satelliten (häufig auch als Yantar-4K2M bezeichnet) sind klassische Foto-Aufklärer, die Bilder auf herkömmlichem belichtetem Filmmaterial machen.  Dieses Prinzip wurde bereits in den frühen sechziger Jahren angewendet. Kurz nach dem Start erhielt das Raumfahrzeug die Bezeichnung Kosmos 2462.

Bei dem Satelliten handelt sich  um ein relativ massives Mutterfahrzeug mit einer schweren Optik. Von Zeit zu Zeit werden belichtete Filme mit Rückkehrkapseln zur Erde geschickt. Diese Methode hat einige Nachteile, aber auch mehrere Vorteile. Unter anderem sind diese Satelliten relativ störsicher. Ihre Bilder haben überdies ein höheres Auflösungsvermögen als Spionagesatelliten, welche digitale Bildinformationen zur Erde senden. Ein Nachteil ist die geringe Lebensdauer dieser Satelliten, und der Umstand, dass die Bilder nicht sofort verfügbar sind. Raumfahrzeuge des Kobalt-M Typs sind meist weniger als 100 Tage im Einsatz.

Für den Start wurde eine Trägerrakete des Typs Sojus U verwendet. Startort war Plesetzk in Nordrußland. Von dort war es in diesem Jahr die erste Weltraummission. Die orbitale Bahn des Satelliten ist, seiner Aufgabe entsprechend, sehr niedrig. Das Apogäum liegt bei 327 Kilometern, das Perigäum bei nur 169 Kilometern.

Astra