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Caldwell Skorzov Kornienko; Credit: Energia Heute morgen um 6:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit machte sich die nächste Stammbesatzung der ISS vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Der Start ihres Raumschiffs Sojus TMA-18 verlief planmäßig, sieht man von einer Kommunikationsstörung während der Aufstiegsphase ab.

 Endmontage; Credit: Energia
 Fahrt zur Rampe; Credit: Energia
 Startvorbereitung; Credit: Energia
 Start; Credit: Energia

An Bord des Raumfahrzeugs befinden sich Sojus TMA-18 Kommandant Alexander Skortsov, Bordingenieur Michael Kornienko und die NASA-Astronautin Dr. Tracy Caldwell-Dyson, die als einzige der Crew bereits frühere Weltraumerfahrung mitbringt. Sie war Mitglied der Besatzung von STS 118, die vor zweieinhalb Jahren mit der Raumfähre Endeavour die Raumstation besuchte.

Neun Minuten nach dem Verlassen der Startrampe, der selben von der im Jahre 1961 bereits Juri Gagarin zu seinem historischen ersten Raumflug in der Geschichte der Menschheit aufgebrochen war, hatte das Raumfahrzeug einen erste Übergangsorbit erreicht. Der niedrigste Bahnpunkt lag danach bei 190 Kilometern und der höchste Bahnpunkt bei 230 Kilometern. Von dieser Bahn aus wird sich Sojus TMA-18 in den nächsten beiden Tagen an die ISS „heranarbeiten“.

Während des Starts gab es Probleme mit der Kommunikation mit dem Raumfahrzeug. Dem Kontrollzentrum gelang es die meiste Zeit nicht, den Sprechkontakt aufrechtzuerhalten. Telemetrie und Bildübertragung liefen jedoch gut, und so war zu jedem Zeitpunkt klar, dass der Aufstieg – von diesem kleinen Problem abgesehen - ohne Schwierigkeiten verlief.

Das Anlegemanöver an der ISS ist für Sonntag früh 7:26 Uhr mitteleuropäischer Zeit geplant. Dann die Besatzung von Sojus TMA-18 die derzeit an Bord der Station befindliche ISS-Crew 23 begrüßen, die aus dem Kommandanten Oleg Kotov, dem NASA-Astronauten Timothy Creamer und dem japanischen NASDA-Astronauten Soichi Noguchi zusammengesetzt ist.

Der Start erfolgte nur wenige Stunden bevor der Countdown für die US-Raumfähre Discovery begann, die am kommenden Montag zur ISS aufbrechen soll. Bleibt es beim vorgesehenen Startzeitpunkt von 12:21 Uhr mitteleuropäischer Zeit, dann wird die Discovery am Mittwoch an der ISS anlegen und die Besatzungsstärke des Außenpostens vorübergehend auf 13 Personen ansteigen.

Astra