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Im September 2003 sah es noch nach einem Totalschaden aus. Im Satelliten-Integrationsraum bei Lockheed in Sunnivale war es zum Super-DAU gekommen, dem "Dümmsten aller Anzunehmenden Unfälle". Die Techniker hatten schlichtweg vergessen, ihren superteuren neuen Wettersatelliten NOAA-N Prime auf einem Drehtisch festzuschrauben, bevor sie an ihm arbeiten wollten. Ohne zu prüfen ob er gesichert ist, betätigten sie die Kippvorrichtung des Drehtisches, und "rumms" lag das Raumfahrzeug, teuer wie sein Gewicht in Platin und Edelsteinen, auf dem Zement des Hallenbodens. Die Gesamtkosten für den Satelliten kamen am ende auf 564 Millionen Dollar. Gut 150 Millionen Dollar davon zahlte nicht der Auftraggeber, sondern Lockheeds Montageversicherung.

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Am 30. Januar startete Russland den Forschungssatelliten CORONAS-Foton mit einer Trägerrakete des Typs Tsyklon 3 erfolgreich in eine Erdumlaufbahn. Coronas-Foton ist der dritte Forschungssatellit der CORONAS-Reihe (CORONAS = Complex Orbital Observations Near-Earth of Activity of the Sun) die sich mit Auswirkungen physikalischer Ereignisse der Sonne auf die Erde und die Erdatmosphäre beschäftigen. Der erste Satellit, CORONAS-I wurde am 2. März 1994 gestartet, die zweite Einheit am 21. Juli 2001. CORONAS-Photon ist Teil eines internationalen Programms mit der Bezeichnung "Living with a Star".

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Heute in den frühen Morgenstunden mitteleuropäischer Zeit wurde das Raumfahrtjahr 2009 mit einem spektakulären „Schuss“ eröffnet. Bei einem der sehr seltenen Delta IV-Heavy Starts, der derzeit schwerste unbemannten Trägerrakete weltweit, wurde ein hochgeheimer Spionagesatellit direkt in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht. Die Luftwaffe bezeichnet die Mission schlicht als NROL-26 (National Reconnaissance Office Launch No. 26).

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