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Missionslogo; Credit: ILS Eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Breeze M brachte am Freitagabend den 5,9 Tonnen schweren europäischen Nachrichtensatelliten Eutelsat W2A in einen geostationären Transferorbit. Der Start erfolgte von der Rampe 39 der Startanlage 200 in Baikonur, Kasachstan.

Zählt man alle Baureihen dieses Trägertyps mit, dann war dies der 344. Einsatz einer Proton. Pünktlich zu Beginn des Startfensters, um 17:42 Uhr mitteleuropäische Zeit, zündeten die sechs NPO Energomash RD-276 Triebwerke, die einen kombinierten Schub von mehr als 1.000 Tonnen leisten.  

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In der Nacht von Sonntag auf Montag klappte alles wie am Schnürchen. Um 0:47 Uhr mitteleuropäischer Zeit, auf die Minute pünktlich, zündeten die drei Haupttriebwerke der Discovery, wenige Sekunden später gefolgt von den beiden mächtigen Feststoffboostern und brachten die Raumfähre danach innerhalb von achteinhalb Minuten auf eine Erdumlaufbahn.

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Zwei Tage nach dem Start passierte Kepler die Umlaufbahn des Mondes und befindet sich jetzt auf einem heliozentrischen Orbit mit einer Umlaufperiode um die Sonne von 373 Tagen. Seine vorläufige Position wird er in einem Abstand von etwa 15 Millionen Kilometern von der Erde finden. Der Grund für die Wahl einer solaren Umlaufbahn liegt darin, dass die Erde in dieser Entfernung keinen der Zielsterne abschattet und durch die Erde verursachte Gravitationseffekte auf die Bahn der Raumsonde ausgeschlossen sind.

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Sternfeld, das Kepler beobachtet Sehen Sie sich das Eingangsbild einmal genau an. Was erkennen Sie da? Es ist nicht so ohne weiteres und auf Anhieb erkennbar, aber den astronomisch vorgebildeten Lesern wird schnell klar: Es ist eine kleine Himmelsregion zwischen den Sternbildern Leier und Schwan, in der Mitte zwischen Wega und Deneb. Diese Himmelsregion wird von nun an unter permanenter Beobachtung stehen, und zwar durch Amerikas neueste Raumsonde. Mehr als dreieinhalb Jahre lang wird sie ununterbrochen auf diese eine Stelle am Himmel starren. Aber beginnen wir von vorne...

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OCO Artists Impression; Credit: NASAWahrscheinlich wurde der Orbital Sciences Taurus XL (Version 3110) ihre leptosome Startfrequenz zum Verhängnis. Bei einem Träger, der nur alle Jubeljahre einmal eingesetzt wird (der bislang letzte Flug erfolgte im Mai 2004), kann nun mal keine Routine im Handling erzielt werden.  Und so kam es beim erst fünften Start dieser bodengestützten Version der Pegasus zum zweiten Mal zum Scheitern der Mission.

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Für die Proton könnte das - von der Anzahl der geplanten Starts her betrachtet - ein richtig gutes Jahr werden, wenn nicht wie in jedem der vergangenen drei Jahre wieder ein Fehlstart die Statistik und damit auch die Höhe der Versicherungsprämien versaut. Beim ersten Einsatz des Jahres, der gleichzeitig eine Reihe von Erstleistungen für diesen Träger mit sich brachte, klappte aber alles wie am Schnürchen und die schwere russische Rakete führte mit zwei Kommunikationssatelliten einen direkten Einschuss in die geostationäre Umlaufbahn durch. Dies ist eine Spezialität der Proton M Breeze M, die einen sehr komplexen, mehr als neun Stunden langen Flugverlauf mit vier großen Brennmanövern der Oberstufe erfordert.

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Am 10. Februar, um 7:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit startete vom russischen Raumfahrtzentrum Baikonur eine Trägerrakete des Typs Sojus U mit dem unbemannten Versorgungsraumschiff Progress M-66 zur Internationalen Raumstation. Für diese - und für weitere Missionen in der Zukunft - wurde der für viele Jahre stillgelegte Komplex 31 "wiederbelebt". Zuletzt war diese Anlage im Oktober 1992 (für den Start von Progress M-15  verwendet worden. Die zunehmend häufigeren Missionen zur Internationalen Raumstation machen die "Entmottung" dieser alten Sojus-Startanlage notwendig.

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