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Raduga 1 - künstlerische Darstellung; Credit: Gunters Spacepage Zweiter Start von Baikonur innerhalb von nur zwei Tagen: Am 28. Februar, um 5:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit brachte eine Trägerrakete des Typs Proton K Block DM einen militärischen Kommunikationssatelliten des Typs Raduga in einen geostationären Transferorbit.

Der Start erfolgte von der Rampe 24 des Startkomplex 81 des Raumfahrtzentrums. Der Orbit, den der Träger sechseinhalb Stunden nach dem Start erreichte wies ein Perigäum von 220 Kilometern auf, und ein Apogäum von 35.600 Kilometern.

 Proton K vor dem Start; Credit: Roskosmos
 Proton K Start mit Raduga 1; Credit: Milru

Raduga (auf Deutsch: Regenbogen) ist eine recht generische Bezeichnung für russische militärische Kommunikationssatelliten auf geostationären Bahnen. Bereits der allererste geostationäre Nachrichtensatellit Russlands trug im Jahre 1975 diesen Namen. Seit dieser Zeit wurden 35 Stück der Basisversion gestartet. Seii 1989 wird eine Weiterentwicklung mit der Bezeichnung Raduga 1 eingesetzt, von der bislang sieben Stück gestartet wurden. Eine nochmals verbesserter Version mit der Bezeichnung Raduga 1M kam im Dezember 2007 zum ersten Mal zum Einsatz. Bei dem am 28. Februar gestarteten Satelliten handelt es sich aber um die achte Einheit der Raduga 1-Serie.

Die Satelliten der Raduga 1-Serie (militärische Bezeichnung "Globus") wiegen etwa 2.300 Kilogramm und sind mit sechs C-Band Transpondern ausgestattet. 

Die Radugas werden von NPO PM in Zheleznogorsk entwickelt und gefertigt. Dieses Unternehmen ist heute mit dem Firmennahmen Reshetnev auf dem Markt, die ihrerseits wiederum zur RUSSIAN SATELLITE COMMUNICATIONS COMPANY (RSCC) gehört. 

Die Mission am 28. Februar war die zweite Proton-Mission dieses Jahres. Die nächste, der Start des Kommunikationssatelliten W2A für Eutelsat ist am 28. März geplant.

Astra