Start vom Komplex 31; Credit: Energia Am 10. Februar, um 7:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit startete vom russischen Raumfahrtzentrum Baikonur eine Trägerrakete des Typs Sojus U mit dem unbemannten Versorgungsraumschiff Progress M-66 zur Internationalen Raumstation. Für diese - und für weitere Missionen in der Zukunft - wurde der für viele Jahre stillgelegte Komplex 31 "wiederbelebt". Zuletzt war diese Anlage im Oktober 1992 (für den Start von Progress M-15  verwendet worden. Die zunehmend häufigeren Missionen zur Internationalen Raumstation machen die "Entmottung" dieser alten Sojus-Startanlage notwendig.
 Startvorbereitung; Credit: Energia
 Startvorbereitung; Credit: Energia
 Startvorbereitung; Credit: Energia

Neun Minuten nach dem Abheben erreichte das Raumfahrzeug einen ersten Übergangsorbit. Danach wurden die Kommunikations- und Navigations-Antennen sowie die Solargeneratoren entfaltet.

Drei Tage später, am Freitag, dem 13. Februar um 8:18 Uhr mitteleuropäischer Zeit,  legte der gut sieben Meter lange Frachter ohne Probleme am Pirs-Dockingmodul der Station an. Der Kopplungsstutzen war eine Woche zuvor von der vorausgegangenen Progress freigegeben worden. Dieses alte Fahrzeug wurde am 8. Februar, beladen mit Abfall der Raumstation, gezielt über dem Südpazifik zum Absturz gebracht.

In der Terminologie der ISS trägt das Raumschiff die Bezeichnung Progress 32P, weil es die 32. Progress ist, die zur Versorgung der Internationalen Raumstation bestimmt ist. Die Progress-Serie wurde aber nicht erst im Rahmen der ISS ins Leben gerufen, sondern geht zurück bis in die Tage der sowjetischen Raumstation Salut 7.

Mit Progress M-66 gelangen nun weitere 2,5 Tonnen Versorgungsgüter zur Raumstation, angefangen von frischem Obst, über Kleidung, Experimentiervorrichtungen bis hin zu Sauerstoff für die Crew und Treibstoff für die Lageregelung der Raumstation.

An Bord der ISS befindet sich derzeit die Mannschaft der Expedition 18 unter dem Kommando des amerikanischen Astronauten Mike Fincke. Mit an Bord sind noch der russische Flugingenieur Juri Lonchakow und Sandra Magnus, die als Wissenschaftsoffizier tätig ist.

Astra